Miller, Henry (1891-1980)

Henry Miller, der am 26. Dezember 1891 in New York geborene Außenseiter der modernen amerikanischen Literatur, wuchs in den Straßen Brooklyns auf. Nach abgebrochener Schulausbildung schlug er sich mit diversen Jobs durch, bis er 1922 sein erstes Buch schrieb. Jahrelang pendelte er zwischen Europa und Amerika hin und her, schrieb und begann zu malen. 1933 beendete er sein erstes größeres Werk Wendekreis des Krebses, ohne Hoffnung, dieses alle moralischen und formalen Maßstäbe zertrümmernde Werk jemans gedruckt zu sehen. Ihm folgte der romanhaft-autobiographische "Wendekreis des Steinbocks". Henry Miller starb am 7. Juni 1980 in Pacific Palisades.

Die Werke Henry Millers sind in Deutschland bei Rowohlt erschienen.

Wendekreis des Krebses (1934)

Wendekreis des Steinbocks (1939)

Stille Tage in Clichy (1940)


Sexus (1947/1970)


Unbekümmert um alle moralischen und formalen Schranken und mitgerissen von der Sturzflut der Erinnerung hat Miller in diesem "obszönsten seiner Bücher" (New York Times) ein Stück seines turbulenten Lebens aufgearbeitet: "Sexus" ist ein orgiastischer Hymnus auf die körperliche Liebe und ein befreites Leben, Zeugnis einer Aufrichtigkeit, die keine Kompromisse kennt.

"Der Roman ist natürlich die schamloseste und schönste Kundmachung eines hemmungslosen, genüsslich antigesellschaftlichen Individualismus, die in diesem Jahrhundert vorgelegt wurde." (Weltwoche)


Opus Pistorum (1983/1983)

Diese spät entdeckten Erotica des großen Autors sind für Kenner - und nicht nur für diese - eine literarische Sensation.

"Echter Miller, keine Frage! An erheiternder und glaubwürdiger (und darauf kommt es an) Gewagtheit von wenigen erreicht, von niemandem übertroffen. 'Opus Pistorum' ist so gut wie alles, was er geschrieben hat, und wenn man auf Witz und Kühnheit steht, wahrscheinlich sein wirkungsvollstes Buch." (Terry Southern, Co-Autor von 'Candy')