Hoeg, Peter

Peter Hoeg, 1957 in Kopenhagen geboren, arbeitete als Tänzer und Schauspieler am Theater. Bislang sind von ihm drei Romane und ein Band mit Erzählungen erschienen, die sämtlich in zahlreiche Sprachen übersetzte wurden.


Fräulein Smillas Gespür für Schnee (1992/1994)

Jesaja aus Grönland ist sechs. Die Geschichte beginnt mit seinem mysteriösen Tod ... und endet im ewigen Eis nach einer lautlosen Jagd, bei der alle alles riskieren. Vor allem Smilla Jaspersen, eine ebenso exzentrische wie empfindsame Frau. Fräulein Smilla hat ein Gespür für Schnee und Spuren, die sich darin abzeichnen. Und sie weiß, wie man einen Leser bis zur letzten Seite in Bann schlägt.

"Ein Plot, der Eisberge versetzt. Hoeg hat einen Sinn für Spannung, so kalt wie das Grönlandeis, von dem seine verquere, beinharte Heldin so besessen ist. Und doch verbirgt sich unter der glatten, eisigen Oberfläche ein zutiefst warmherziges Buch, in dem alle Gegensätze des menschlichen Daseins ausgelebt werden." (Lawrence Norfolk)
1996 verfilmt von Bille August mit Julia Ormond, Gabriel Byrne, Richard Harris und Mario Adorf in den Hauptrollen.


Der Plan von der Abschaffung des Dunkels (1993/1995)

Drei Kinder begegnen sich Anfang der siebziger Jahre am Rand von Kopenhagen: Peter, Katarina und der kleine August. Alle drei sind Waisen und versuchen eine Art Ersatzfamilie zu bilden gegen das übermächtige System der Schule, die ein Veredelungsapparat sein will und ein Unterdrückungsinstrument ist.

"Eine souveräne Mischung aus spannender Unterhaltung und philosophischer Betrachtung." (Freundin)
"Ein unerhört kühnes Experiment. Eines der Bücher, die von der Literaturgeschichte nicht vergessen werden." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Ein Buch für die Ewigkeit." (Der Stern)


Die Frau und der Affe (1996/1997)

Ein Affe flieht von einem Schiff, das die Themse hinaufsegelt. Seine Flucht in die Wildnis der Großstadt wird für einige Menschen zur Katastrophe, vor allem für Adam Burden, den künftigen Direktor des weltberühmten zoologischen Gartens. Nicht jedoch für Madelene, Adams schöne junge Frau. Als sie herausfindet, dass Adam im Begriff ist, dem Affen den Schädel aufzusägen, beschließt sie, das Tier zu retten. Damit beginnt die abenteuerliche Flucht der beiden und eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.

"'Die Frau und der Affe' ist ein Märchen-Thriller, eine spannend und komisch erzählte Fabel über die Hinterhältigkeiten der Zivilisation und die Sehnsucht nach Vereinigung mit der Natur." (Stern)