Green, Hannah

Hannah Green (eigtl. Joanne Greenberg), 1932 in New York geboren, studierte in Washington, London und Colorado. Heute lebt sie, verheiratet mit einem Psychotherapeuten, in Coloradao und hat zwei Söhne. Sie hat mehrere Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht.


Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen. Bericht eine Heilung (1964/1973)

Der Flucht vor der Realität, vor Krankheit und familiärer Isolation endet für die sechzehnjährige Deborah in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie. Befund: Schizophrenie.
Unter dem Pseudonym Hannah Green schildert die Autorin in diesem ermutigenden autobiographischen Roman den mühsamen Kampf des Mädchens um ihre Heilung. Sie gewährt einen Blick in die Albtraumwelt psychotischen Fühlens, in die fragmentarischen Beziehungen, aber auch in die Solidarität unter den Kranken. Sicher wägt sie die Argumente für ein Leben in unserer unvollkommenen Realität ab gegen die Argumente für einen Rückzug in die Sicherheit der Krankheit.
Die Heilung schließlich ist überzeugend. Mit ihr wird die Krankheit nicht zu einem Stück abgelehnter Vergangenheit, sondern nachträglich akzeptierter persönlicher Geschichte. Deborah ist gesund, als sie wieder bereit ist, den Herausforderungen der Realität standzuhalten.

"Packend erzählt, erlaubt der Bericht einen Blick in die Alptraumwelt psychotischen Fühlens und zugleich in jene banalen Schrecknisse familiärer Alltäglichkeit, denen der sogenannte Geisteskranke ein solches Inferno vorzieht." (Die Zeit)


Mit diesem Zeichen (1970/1975)

Janice und Abel können sich nur durch Gesten miteinander verständigen. Sie leben in einer Welt ohne Töne. Welche Schwierigkeiten und Denmütigungen sie durch ihre Umwelt erleben und welche Freude und Schhmerzen mit ihren gesunden Kindern, von ihrer Armut und ihrem Lebenswillen erzählt dieser mitfühlende, authentische und ungewöhnlic he Familienroman.

Wieder ist es der Autorin gelungen, so völlig einzutauchen in die Welt von Menschen, die anders sind und deshalb anders erleben, anders erfahren. Die Autorin ist mit einem Taubstummenlehrer verheiratet und hat selbst mit Taubstummen gearbeitet.


Der Gründer (1976/1978)

"Der Gründer" ist die Geschichte der Entstehung, des Aufblühens, aber auch des beginnenden Niedergangs einer Sekte in der ländlichen Provinz Amerikas, irgendwo in der Hochebene Colorados. Der "Gründer" ist ein eher einsamer, wortungewandter Mann, der am Ende verheerender Dürrejahre die Erfahrung persönlichen Gotteserlebens macht ... Dieses Erlebnis öffnet ihm den Mund, und aus dem Weitergeben des erfahrenen Trostes, der erfahrenen Freude entsteht - ohne sein Zutun, ohne dass er es will oder auch nur wirklich merkt - eine Gemeinde.