Gerrold, David


Die Bestie (1978/1979)


Sie leben in einer Welt, in der es keine Wunder mehr gibt und keine Abenteuer, die Wissenschaft hat die Wunder ausgeräumt, das Leben ist reglementiert und bar jeder Aufregung.
Aber der Mensch hat sich die Sehnsucht nach dem Wunder ebenso bewahrt wie die Sucht nach Nervenkitzel und Selbstbewährung im Augenblick größter Gefahr.
Und die Technik hat ihm einen Weg aus der Geborgenheit ins Land der Abenteuer eröffnet. Mit Zeitmaschinen reisen Jagdgesellschaften über hundert Millionen Jahre in die Vergangenheit, in die Kreidezeit, um das mächtigste Wild zu jagen, das es je auf Erden gegeben hat: den Tyrannosaurus Rex, die Bestie. Neun Tonnen Lebendgewicht, die Geschwindigkeit eines PKWs und die Wucht einer Schnellzuglokomotive, gepanzert, bewehrt mit mächtigen Zähnen und Klauen und ein unersättlicher Fleischfresser.
Doch meist sind diese Jäger Psychopathen, geil auf Selbstbestätitigung, in elektronische Rüstungen gekleidet und bis an die Zähne bewaffnet mit hochenergetischen Lasergewehren. Den Frustrationen des Alltags entgangen, ist für sie so ein Jagdausflug eine Demonstration der Macht und der Gewalt.
Doch sie finden in der Bestie nicht selten ihren letzten Gegner, denn ein Saurier stirbt nicht so schnell. Und viele, die auf Abenteuer auszogen, kehren nicht mehr in die Zukunft zurück.