Herbert, Frank


Der Wüstenplanet:




Der Wüstenplanet ("Dune") (1965/1978)

Herzog Leto Atreides erhält vom Imperator Arrakis zum Lehen, den Wüstenpplaneten, eine schreckliche Welt, in der nur die Stärksten überleben können. Aber gleichzeitig ist Arrakis die wertvollste Welt der Galaxis, denn nur in ihren Dünenfeldern ist das Melange ("Spice") zu finden, eine Droge, die den Menschen die Gabe verleiht, in die Zukunft zu blicken.
Als der Herzog Arrakis betritt, ist er so gut wie tot. Seine mächtigen Gegner haben längst alles vorbereitet, um die Familie Atreides auszurotten. Doch seinem Sohn gelingt es, in die Wüste zu entkommen und bei den Fremen unterzutauchen. Er wird ihr Anführer, und sie nennen ihn Muad'dib. Er sammelt die Wüstenbeduinen um sich zu einem gnadenlosen Rachefeldzug.

"Einzigartig in der Charakterisierung und dem ungewöhnlichen Detailreichtum der Darstellung dieser Welt. Neben Tolkiens 'Herr der Ringe' und diesem Roman kenne ich nichts Vergleichbares." (Arthur C. Clarke)
1984 unte dem Titel "Dune" verfilmt von Alan Smithee mit Kyle MacLachlan, Jürgen Prochnow, Sting und Sean Young.




Der Herr des Wüstenplaneten (1969/1978)

Paul Atreides, mütterlicherseits ein Zuchtprodukt der uralten Sekte der Bene Gesserit, Sohn des ermordeten Herzogs Leto Atreides, ist in den extrem menschenfeindlichen Wüsten von Arrakis aufgewachsen. Er ist in die Schule der Fremen gegangen, der Reiter der Shai-Hulud, der gigantischen Sandwürmer des Wüstenplaneten. Sie haben ihn als Anführer erkoren und folgen ihm bedingungslos.
Er ist der lang erwartete Prophet, und er ist ein Seher. Als Mahdi führt er die Fremen in den Djihad, den Heiligen Krieg, und er fegt wie ein Sturmwind durch die Galaxis. In einem Siegeszug ohnegleichen pflanzt er sein Banner auf alle von Menschen besiedelten Planeten und errichtet sein neues Imperium.
Doch seine Machtfülle rugt Neider und Gegner auf den Plan, die unermüdlich auf Mittel sinnen, diese Herrschaft zu brechen. Unter die Pilgerscharen, die über viele Lichtjahre hinweg nach Arrakis kommen, um die Heilige Stadt des Muad'dib zu besuchen, mischen sich Meuchelmörder, manipulierte Zeitbomben in Menschengestalt.




Die Kinder des Wüstenplaneten (1976/1978)

Der Djihad, der Heilige Krieg, ist längst vorüber. Das Imperium der Fremden trägt den Keim des Zerfalls in sich. Der erblindete Muad'dib ist nach Fremenbrauch in die Wüste gezogen, um zu sterben, sich dem Shai-Hulud, dem riesigen Sandwurm zu opfern.
Er hat seine Gaben, die Erinnerung von Vorfahren wieder zu erwecken und seherisch in die Zukunft zu blicken, seinen Zwillingen vererbt. Trotz der ungeheuren Kräfte, über die sie verfügen, sind sie verletzliche Kinder, und sie müssen sich nicht nur zur Wehr setzen gegen die Feinde in ihrem Innern, die Schatten der Vergangenheit, die sie heimsuchen, sondern auch gegen die Feinde von außen, die ihnen nach dem Leben trachten und das Imperium zerschmettern wollen.
Da kommt eines Tages ein blinder Prediger aus der Wüste. Er prophezeit den Untergang und erhebt seine Stimme wider die Erstarrung der Religion. Ist er der wiedererstandene Muad'dib, wie manche behaupten? Ist er nur ein harmloser Schwätzer? Oder ist er ein subtiles Werkzeug der Gegner des Imperiums?




Der Gottkaiser des Wüstenplaneten (1981/1982)

Dreieinhalb Jahrtausende sind auf Arrakis vergangen, dem ehemaligen Wüstenplaneten der Atreides. Die Welt hat sich gewandelt, ist durch technische Hilfsmittel fruchtbar geworden. Die einst so stolzen Fremen, die Reiter der riesigen Sandwürmer und Bezwinger der tödlichen Wüste, sind nur noch Schatten ihrer selbst: touristische Attraktionen, "Museumsfremen" genannt.
Doch es gibt noch ein Stück Vergangenheit auf Arrakis, sorgfältig vor Feuchtigkeit geschützt: die Wüste Sareer. Und dort lebt das wertvollste Stück Vergangenheit: Leto II., Sohn des Paul Atreides, des einstigen Herrschers, den man den Muad'dib nannte.
Doch Leto ist kein Mensch mehr. Seit dreieinhalb Jahrtausenden vollzieht sein Körper eine Wandlung, geht eine Symbiose mit dem mächtigsten und geheimnisvollsten Wesen dieser Welt ein, dem Shai-Hulud, dem Sandwurm. Er hat seine Menschlichkeit hingegeben, um die Menschheit zu retten. Er tritt als Gott auf und verlangt absolute Unterwerfung. Doch seine Gegner wissen, dass er verletzlich ist, und sie verfügen über teuflische Waffen, um ihn zu vernichten.




Die Ketzer des Wüstenplaneten (1984/1984)

Unter dem Gottkaiser Leto II. wurde die Menschheit über die Galaxis verstreut. Nun kehren ihre Abkömmlinge aus der Diaspora zurück. Neue Kräfte haben sich entfaltet, neue Technologien wurden entwickelt. Der uralte Orden der Bene Gesserit, der seit viele Jahrtausenden über die Geschicke des Reiches wacht und die Fäden des genetischen Erbes der Atreides in der Hand hält, sieht sich mit Mächten konfrontiert, wie es sie bisher nicht gab.
Von Arrakis selbst, dem Wüstenplaneten, ist wenig Hilfe zu erwarten. Eine zerstrittene Priesterschaft, die den Gottkaiser Leto, den "Zerlegten Gott", in Gestalt des Shai-Hulud, des gigantischen Sandwurms, anbetet, und Einheimische, die nur noch Schatten der einstigen stolzen Fremen sind.
Doch da kommt ein Mädchen aus der Wüste, das mit geheimnisvoollen Kräften über den Shai-Hulud gebietet und ihm seinen Willen aufzwingt.




Die Ordensburg des Wüstenplaneten (1985/1985)

Seit Tausenden von Jahren herrscht der Schwesternorden der Bene Gesserit im Hintergrund des Imperiums, kontrolliert die genetischen Verflechtungen der Herrscherhäuser und widmet sich der Zucht talentierter Persönlichkeiten. Doch ihr ist in der Zeit der Großen Diaspora ein Feind erwachsen: die Geehrten Matres. Vertrieben von Arrakis, bieten die Bene Gesserit den Geehrten Matres Verhandlungen an - und sinnen gleichzeitig auf ihre Vernichtung. Doch sie stoßen auf einen gleichwertigen Gegner. Und es erweist sich, dass dieser Konflikt von langer Hand vorbereitet wurde, um in einer Synthese die optimalste Lösung zu finden - und den Grundstein zu legen für eine neue Auseinandersetzung, als sich die junge Sheena und Duncan Idaho in den unbekannten Raum absetzen.


Die Enzyklopädie des Wüstenplaneten (2 Bände)


Der "Schiff"-Zyklus:

Ein Cyborg fällt aus (1966/1971)

Ein gigantisches Raumschiff mit Tausenden von Siedlern im Kälteschlaf, ausgerüstet für die Gründung einer Kolonie, bricht auf in ein fernes Sonnensystem. Nur kleine Teams von Wissenschaftlern überwachen den Flug, der Jahrzehnte dauern wird. Das Schiff wird von einem Cyborg gesteuert, einem cybernetischen Organismus, der nur noch zum Teil organischer, zum größeren Teil elektronischer Natur ist.
Dieser Cyborg fällt aus, als das Raumschiff sich bereits auf einer Bahn befindet, die aus dem Sonnensystem herausführt. Die Wissenschaftler müssen mit ihren beschränkten Mitteln schnellstens eine mechanische Intelligenz konstruieren, die die Steuerung übernehmen kann, das heißt aber: einen Computer zustandebringen, der den Funktionen des menschlichen Gehirns möglichst nahekommt.
Seine Konstruktion ist aber nur zum Teil ein technisches Problem, es ist auch ein psychologisches und bei allen Versuchen dieser Art gab es in der Vergangenheit merkwürde Katastrophen, denen die beteiligten Forscher zum Opfer fielen. Ist dieses "Versagen" des Cyborgs vielleicht nichts anderes als ein weiteres Experiment, ein konsequenter Schritt in einer Versuchsserie, die künstliche Existenz zu schaffen?


Der Jesus-Zwischenfall (1979/1981)

Einst hatte es auf der Mondstation begonnen. Eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern wurde damit beauftragt, ein künstliches Bewusstsein zu entwickeln. Der Versuch gelang. Ein übermächtiger Cyborg entstand, "DAS SCHIFF", und es beherrschte die Menschen, die es in seinem Innern beherbergte, wie ein Gott und forderte Verehrung.
Nach einem langen Raumflug erwachen die Menschen aus dem Kälteschlaf. SCHIFFS Macht ist noch gewachsen. Es hat einen erdähnlichen Planeten entdeckt, Pandora, der tödliche Geschöpfe beherbergt, die bald den Brückenkopf der Kolonisten belagern, und ein rätselhaftes intelligentes Kollektivwesen, das die Tiefen der Meere bewohnt.
Durch Klonen von menschlichen Zellen mit einheimischem Zellmaterial versuchen die Wissenschaftler den Menschen der fremden Umwelt anzupassen, doch sie scheitern. SCHIFF sabotiert ihre Arbeit. such selbst eine andere Lösung.
Pandora ist die Hölle. Doch es gibt kein Zurück. Die Erde existiert nicht mehr - behauptet SCHIFF. Aber SCHIFFS Wege sind unergründlich. Jagt SCHIFF die Menschen durch die Hölle, damit sie eines Tages das Paradies schauen? Lässt SCHIFF die Menschen unsägliches Leid erdulden, damit sie des Glücks teiilhaftig werden können, wie die junge Frau, die SCHIFF durch die Zeiten hinabtauchen lässt, damit sie Zeugin von Jesu Kreuzestod wird? Oder ist alles nur eine gigantische Simulation, bei der SCHIFF seine Macht erprobt?


Weitere Romane von Frank Herbert:

Die weiße Pest (1982/1984)

Genmanipulationen gehören zu den gefährlichsten Experimenten der Welt, weil dabei tödliche Virusmutanten entstehen können, gegen die es keine Abwehrkräfte gibt. Ein Unglücksfall könnte eine Seuche entstehen lassen, neben der die Pestepidemien der Vergangenheit vergleichsweise harmlos erscheinen würden und die binnen Wochen Millionen Menschen dahinraffen könnte.
Deshalb hat das National Institute of Health der USA 1976 diesbezüglich strenge Bestimmungen erlassen (die inzwischen wieder gelockert wurden). Vielen Wissenschaftlern sind die Sicherungsvorschriften nicht streng genug, anderen scheinen sie übertrieben, weil sie die Forschung behindern und verteuern. Alle aber gehen sie stillschweigend von der Voraussetzung aus, dass jeder Forscher auch WILL, dass nichts passiert.
Aber wieso sollte diese Voraussetzung in jedem Fall zutreffen?
Bei John Roe O'Neill, einem amerikanischen Molekularbiologen, trifft das nicht mehr zu, als seine Frau und seine beiden Kinder bei einem dieser sinnlosen Anschläge der IRA von einer Autobombe zerrissen werden. Er ist fest entschlossen, sich grausam zu rächen und die Hölle loszulassen.
Was nach dem Steppenbrand zurückbleibt - ist eine andere Welt.

Frank Herbert schrieb dieses Buch als Menetekel einer Zukunft, die in ihrem Grauen unvorstellbar - aber sehr leicht möglich ist.