Dominik, Hans

Der Autor gehört zu den bedeutendsten Vertretern der deutschsprachigen klassischen Zukunftsliteratur. Er wurde am 15.11.1872 in Zwickau geboren und starb am 9.12.1945 in Berlin. Ab 1904 war er selbständiger Ingenieur und Schriftsteller. Er machte Reisen nach Nordamerika, Skandinavien, England und Italien. Auf dem Gebiet des Zukunftsromans gilt er heute als Nachfolger von Jules Verne.


Himmelskraft


Energie für die Welt von morgen: Aus der Fülle technischer Zukunftsmöglichkeiten greift der Autor - ausgehend von der Beherrschung atomarer Kräfte - das Problem der Nutzbarmachung atmosphärischer Elektrizität und die Entdeckung eines neuen Schwerstoffs mit revolutionierenden Eigenschaften auf.
Zwei möchtige Konzerne, die um die Priorität des Erfolges ringen, liefern sich buchstäblich einen Kampf bis aufs Messer ...


Kautschuk

Die Energiereserven der Erde sind begrenzt; Wirtschaft und Industrie eber benötigen jedes Jahr mehr Energie, vor allem in Form von elektrischem Strom. Das Problem, den benötigten Strom aus Atomenergie zu gewinnen, ist gelöst; die Techniker können indes mit dem Geschenk der Wissenschaft nichts anfangen, denn bislang gibt es kein Isolationsmaterial, das die bei der Gewinnung von Atomstrom entstehenden Spannungen aushielte. Immer wieder gibt es verheerende Unfälle, werden Versuchsanordnungen zerstört, kommen Menschen zu Schaden. Da gelingt es einem Wissenschaftler in der Forschungsabteilung der Mitteleuropäischen Atomwerke theoretisch ein neuartiges Isolationsmaterial zu entwickeln, um einen Kautschuk herzustellen, der mit höchsten Spannungen belastet werden kann, ohne durchzuschmoren. Das Problem, den Atomstrom zu nutzen, wäre damit gelöst. Doch die führenden Industriekonzerne der Welt sind seit Jahren mit demselben Problem konfrontiert und haben ungeheure Summen in die Forschung investiert. Sie sind nicht bereit, den Markt ohne weiteres preiszugeben und setzen alles daran, in der technischen Realisierung des Verfahrens die ersten zu sein.


Die Macht der drei

Während die internationalen Spannungen sich immer mehr verschärfen, gelingt es drei Männern - einem Inder, einem Schweden und einem Deutschen -, in den Besitz einer epochemachenden Erfindung zu gelangen. Von ihrem verborgenen Standort aus vermögen sie mit ihrem teleneergetischen Strahler so gut wie jeden Punkt der Erde zu übersehhen und zu erreichen. Das Gerät liefert gebündelte Atomenergie, mit ihm können über Kontinente und Ozeane hinweg Brände ausgelöst, Häuser zerstört und Waffenlager in die Luft gejagt werden. Die drei sind entschlossen, ihren Apparat als Machtmittel zu benutzen, um den drohenden Weltkrieg zu verhindern.
Ein atemberaubender Kampf beginnt, bei dem es nicht allein um den Besitz der Erfindung geht. Der ebenbürtige Gegner der drei - ein Amerikaner, der mit hypnotischen Fähigkeiten begabt ist - versucht, die Verlobte des Deutschen an sich zu fesseln. Und für sein dämonisches Spiel ist ihm kein Einsatz zu hoch.
Die Sache der drei scheint verloren; da erweist sich, dass allein der Inder mit der Weisheit seiner jahrtausendealten Kultur über Mittel gebietet, die entfesselten Gewalten zu bändigen.
Vor allem diesem packenden Roman, der die Möglichkeiten und die Gefahren der Technik im Atomzeitalter aufzeigt, verdankt der Ingenieur Hans Dominik seine Popularität und seinen Erfolg als Schriftsteller.