Diessel, Hildegard


Nimm's leichter, Finn! (1969)


Was soll man mit ihm machen, mit Finn, dem fünfzehnjährigen irischen Jungen, der es bei keinem Lehrherrn aushält? Aber der Träume, der Phantast, der "verrückte Finn", wie die Leute ihn nennen, ist so übel gar nicht, wenn wir ihn etwas näher kennenlernen. Hat er denn nicht auch, wie alle Jungen in diesem Alter, seine guten Seiten?
Eigentlich wollte er ja viel lieber weiter lernen, wie es auch seine Lehrer sehr gern gesehen hätten. Wenn doch nur sein Vater das nötige Geld dazu gehabt hätte! Aber so muss Finn sogar seinen geringen Verdienst zum Lebensunterhalt der Familie beisteuern, da eine Anleihe zu tilgen ist. Aber einfach ist das alles nicht, denn Finn ist ein Lausejunge.

Die Autorin schildert das Leben der Bewohner des irirschen "Wilden Westens" so anschaulich, dass man sich unversehens auf der grünen Insel wähnt. Und Finn, diesen Aufschneider, den liebenswerten Prahlhans, wird der Leser schon nach der Lektüre weniger Seiten fest in sein Herz geschlossen haben und ihm schmunzelnd vieles verzeihen.