Coelho, Paulo

J.M. Coetzee, der 1940 in Kapstadt geboren wurde, hat seit 1972 als Literaturprofessor in seiner Heimatstadt gelehrt. Seit 1966 ist er Mitglied des Committee of Social Thought der University of Chicago. Coetzee gehört zu den meistgerühmten Autoren der Gegenwart. Er wurde für seine Romane mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, u.a. zweimal mit dem Booker Prize, 1983 für Leben und Zeit des Michael K. und 1999 für Schande; 2003 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. J.M. Coetzee lebt heute in Australien.

Sein Gesamtwerk liegt auf deutsch bei S. Fischer und im Fischer Taschenbuch Verlag vor.


Im Herzen des Landes (1977/1987)

Gefangen in Hitze, Stumpfsinn und der unendlichen Weite der Steppe lebt Magda mit ihrem verwitweten Vater, einem weißen Schafzüchter, auf einer Farm in Südafrika. Er sucht Erlösung in den Armen einer Geliebten. Sie ist schwarz, und sie ist die blutjunge Frau seines Vorarbeiters. Eine solche Verletzung der Rassenschranken beendet den unsicheren feudalen Frieden. Magda sinnt auf blutige Rache...
"Eine grandiose Parabel über Südafrikas Tragödie." ("Tagesanzeiger", Zürich)


Warten auf die Barbaren (1980/2001)

"Alle Kreaturen bringen, wenn sie auf die Welt kommen, die Erinnerung an Gerechtigkeit mit."
J.M. Coetzees früher Roman "Warten auf die Barbaren" (1980) gilt als eines der zentralen Werke des Autors. Der mehrfach ausgezeichnete Roman spielt im Grenzdistrikt eines nicht näher bestimmten Reiches und stellt die Frage nach Würde und Mitverantwortung des Einzelnen unter einem Regime, das sich über Recht und Anstand hinwegsetzt.


Mr. Cruso, Mrs. Barton & Mr. Foe (1986/1990)

Coetzee erzählt die alte Geschichte von der einsamen Insel und dem Schiffbrüchigen neu: Zu Robinson und Freitag stößt eine Frau, die das Abenteuer des Ausgestoßenseins ganz anders erlebt und nun ihre Version erzählen will.
"Eine höchst anregende, auch amüsante und sehr poetische Lektüre." ("Der Tagesspiegel", Berlin)
"Wie Robinson Crusoe, von dem er sich ableitet, ist auch Coetzees Roman eine Geschichte, in der sich Mythos und Wirklichkeit in perfektem Gleichgewicht befinden." ("The Spectator")


Schande (1999/2000)

Ein Literaturprofessor fällt wegen einer Affäre mit einer Studentin in Ungnade, zieht sich auf die entlegene Farm seiner Tochter zurück und erlebt dort einen Alptraum der Gewalt. Coetzees faszinierend kompromissloser Roman, der im Südafrika der Nach-Apartheid spielt, ist die Geschichte einer Lebenskrise, einer Bewusstwerdung und einer Neuorientierung.
"Die fortwirkende Erbschaft von Hass und Rachsucht, die das formelle Ende der Apartheid noch lange überdauern wird, beschwlrt Coetzee in lakonischer Sprache - und mit der Bannkraft von Weltliteratur." (Der Spiegel)
Ausgezeichnet mit dem Booker Prize 1999.