Capek, Karel

Krakatit (1952/1984)

Was verbirgt sich hinter der geheimnisvollen Bezeichnung Krakatit? - Ein Sprengstoff von ungeheurer Zerstörungskraft. Der Erfinder: Ein Mann namens Prokop, eine menschenscheue, in sich zerrissene Gestalt; ein Mann, den nur die Geheimnisse interessieren, in die er während der von ihm betriebenen Forschungen vordringt. Ein Mann, der plötzlich in die Situation versetzt wird, die viel kompliziertere Natur des Menschen verstehen zu müssen - denn nun sieht er sich den Versuchungen der Macht, des Kapitals und der Politik ausgesetzt. Prokop hat keine Wahl, als gleichzeitig nach innen und außen zu kämpfen: gegen sich selbst und jene Mächte, die ihn korrumpieren wollen. Seine Erfindung hat dazu geführt, dass das Schicksal der Welt nun in seinen Händen liegt ...

"Das Buch ist nicht einfach die Geschichte einer weltbedrohenden Erfindung, sondern der Versuch, die naturwissenschaftliche Problematik psychologisch und ethisch zu vertiefen und die Auswirkungen einer derartigen Erfindung auf die Psychologie der Gestalten darzustellen. Der Roman hat eine fiebrige, visionäre Qualität, die zuweilen, vor allem in der Gestalt des Helden, an Dostojeweski erinnert ... Der Held widersteht der Staatsmacht wie auch der Versuchung, sich zu einem nihilistischen Gewaltherrscher und Weltverbesserer aufzuschwingen ... Allegorie, Psychologie und Realismus vermischen sich in diesem Buch zu einer in ihrer Lauterkeit beeindruckenden Einheit." (Reclams Science Fiction-Führer)