Camus, Albert (1913-1960)



Albert Camus wurde am 7.11.1913 in Mondovi (Algerien) geboren. Sein 1914 gefallener Vater war elsässischer, seine Mutter spanischer Herkunft. Dank eines Stipendiums konnte Camus das Gymnasium in Algier besuchen und studierte nach einer Tuberkuloseerkrankung Philosophie. 1934/35 war er Mitglied der Kommunistischen Partei. 1937 gründete er das Théatre de l'Équipe und begann seine journalistische Tätigkeit. 1940 ging er als Redakteur des Paris-Soir nach Paris und schloss sich der Résistance an, dern Zeitschrift Cambat er mitbegründete. Ab 1943 arbeitete er im Verlag Gallimard. 1944 lernte er Jean-Paul Sartre kennen, mit dem er 1952 nach heftiger Polemik wegen des Essays L'homme révolté (1951; dt.: Der Mensch in der Revolte, 1953) brach. Er unternahm reisen in die USA, nach Algerien, Griechenland und Südamerika. Von 1954 an versuchte er, im Algerienkonflikt zu vermitteln. 1947 erhielt er den Prix des Critiques für den Roman La pest (1947; dt.: Die Pest) und 1957 den Nobelpreis für Literatur.
Camus starb am 4.1.1960 bei einem Autounfall in Villeblevin.

Camus' Werke sind in Deutschland beim Rowohlt-Verlag erschienen.




Der Fremde (1942/1957)

Dieses frühe Meisterwerk des französischen Nobelpreisträgers schildert in einer Sprache von kristallener Härte und Klarheit die Geschichte eines jungen Franzosen, der unter der unerbittlichen Sonne Algeriens bar aller Bindung ohne Liebe und Teilnahme gleichgültig dahinlebt, bis ihn ein lächerlicher Zufall zum Morder macht. Im Scheitern seiner scheinbar absolut freien Existenz erfährt er, dass Leben Mitleben heißt.




Der Mythos von Sisyphos




Die Pest (1947/1958)

In der nordafrikanischen Stadt Oran bricht eine furchtbare Seuche aus. Die sich unerbittlich ausbreitende mörderische Epidemie bestimmt allmählich das gesamte Leben der von der Außenwelt abgeschnittenen Stadt und verändert es. Ein großartiges Sinnbild des apokalyptischen Grauens, das den Einzelmenschen angesichts der maßlosen kollektiven Verhängnisse unserer Zeit befällt. Doch nimmt der Leser die Gewissheit mit, dass Mut, Willenskraft und Nächstenliebe auch ein scheinbar unabwendbares Schicksal meistern können.




Der Mensch in der Revolte (1951)