Le Guin, Ursula K.

Ursula K. Le Guin wurde 1929 in Berkeley/Kalifornien geboren. Nach einem Geschichtsstudium begann sie Anfang der sechziger Jahre mit dem Schreiben und veröffentlichte ihre ersten Science Fiction- und Fantasy-Erzählungen. Ihren Durchbruch erzielte sie schon wenige Jahre später mit dem Roman "Die linke Hand der Dunkelheit". Mit dem Fantasy-Zyklus "Erdsee" wurde sie schließlich weltberühmt. Poesie und gedankliche Tiefe ihres Werkes, das nicht nur mit sämtlichen Genre-Preisen ausgezeichnet, sondern auch mit dem amerikanischen National Book Award geehrt wurde, haben neue Maßstäbe in der Literatur der Science Fiction und Fantasy gesetzt. Die Autorin lebt und arbeitet in Portland/Oregon.


Der Fantasy-Zyklus Erdsee:



Die Magier der Erdsee
Die Gräber von Atuan
Das ferne Ufer
Tehanu


Sollte es etwas wie mythenschaffende Phantasie geben, dann steht an erster Stelle der vielgerühmte, bezaubernde Erdsee-Zyklus. "Eines der größten Werke der Fantasy in diesem Jahrhundert" THE OBSERVER




Rückkehr nach Erdsee




Das Vermächtnis von Erdsee



Weitere Fantasy-Romane:

Das Wunschtal

Inmitten einer trostlosen Betonlandschaft stößt Hugh auf ein geheimes Tal, dessen Idyllle ihn verzaubert. Es ist das verwunschene Land Ain, eine Welt der klaren Flüsse und unberührten Wälder. Doch die Ruhe ist trügerisch. Als der schüchterne junge Mann Irene trifft, die den Weg längst vor ihm gefunden hat, machen sie sich gemeinsam auf, das unheimliche Wesen zu besiegen, das Ain für immer zu zerstören droht ...


Der Science-Fiction-Zyklus "Hainish":

Winterplanet (= Die linke Hand der Dunkelheit) (1969/1974)

Die Karhiden, Bewohner des Planeten Winter, sind eine verblüffen menschenähnliche Rasse - mit einem Unterschied: Wenn sie eine ihrer Phasen sexueller Erregbarkeit durchlaufen, kann sich ihr Geschlecht verändern, aber das Ergebnis ist nicht vorraussagbar und mit abhängig vom Einfluss der jeweiligen Partner. In einer solchen Gesellschaft sind weder Geschlechterrollen noch Familien möglich, wie wir sie kennen.
Ein Abgesandter der Liga, ein Erdenmensch, gerät auf Winter in Kriegswirren und ist gezwungen, in Begleitung eines einheimischen Führers eine Flucht durch die Eiswüsten des Planeten zu unternehmen. Von der Nähe des Menschen und seiner Männlichkeit überwältigt, verändert sich der Einheimische physisch und psychisch immer mehr: er wird zur Frau, die ihn liebt.
"Winterplanet", 1969 erschienen, ist bis heute der bedeutendste SF-Roman über Sexualität, die Rollen der Geschlechter und ihre Auswirkungen auf die Kultur. Er wurde 1970 sowohl mit dem Hugo als auch mit dem Nebula Award ausgezeichnet.


Das Wort für Welt ist Wald

Planet der Habenichtse (1974/1976)

Vor 160 Jahren gab es in einem kapitalistischen Staat auf Urras, einem reichen, fruchtbaren Planeten, einen Aufstand von Anarchisten. Er war zu mächtig, um im Blut erstickt zu werden, und zu schwach, um die Revolution herbeizuführen. Man fand einen Kompromiss: Es wurde den Odoniern, wie sich die Aufständischen nach ihrer Anführerin nannten, gestattet, zum Schwesterplaneten Anarres auszuwandern, eine karge, knochentrockene, menschenfeindliche Welt, um dort eine freie, klassenlose Gesellschaft zu gründen. Nach 160 Jahren existiert diese Gesellschaft allen Voraussagen zum Trotz immer noch. Aber lebt sie noch ihre alten Ideale?
Als Shevek, der geniale Physiker, sich entschließt, seiner Heimat Anarres den Rücken zu kehren und nach Urras zu gehen, gilt er seinen Genossen als Verräter. Er kommt mit leeren Händen nach Urras, doch er hat eine Idee im Kopf, welche den Durchbruch der interstellaren Raumfahrt bedeuten würde, von der die Kapitalisten profitieren könnten. Doch einen eingefleischten Odonier kann man nicht kaufen, denn die grundlegende Idee seines Daseins ist: stets alles mit allen zu teilen. In einer kapitalistischen Gesellschaft bedeutet dies freilich, in einer Munitionsfabrik ein Streichholz anzuzünden.
Dieser bisher wohl ehrgeizigste und gelungenste Rooman der LeGuin ist Science Fiction in der großen Tradition von H.G. Wells und Olaf Stapledon, von George Orwell und Aldous Huxley, und er beweist, was Science Fiction sein und was sie leisten kann zum Selbstverständnis des Menschen und seiner Gesellschaft. Er wurde zu Recht sowohl mit dem NEBULA- als auch mit dem HUGO GERNSBACK-AWARD als bester Science Fiction-Roman des Jahres ausgezeichnet.




Hainish:
Rocannons Welt (1966/1978)
Das zehnte Jahr (1966/1978)
Stadt der Illusionen (1967/1979)


Die drei frühen Romane des Hainish-Zyklus "Rocannons Welt", "Das zehnte Jahr" und "Stadt der Illusionen" in einem Band!
Die bekanntesten Science-Fiction-Werke Ursula K. Le Guins wie "Die linke Hand der Dunkelheit", "Planet der Habenichtse", "Das Wort für Welt ist Wald" oder auch "Die Erzähler" spielen alle im sogenannten Hainish-Universum. In diesem von Erdenmenschen besiedelten Teil der Galaxis haben sich auf zahllosen Planeten die unterschiedlichsten Gesellschaftsformen und Kulturen herausgebildet, die nun nach Tausenden von Jahren wieder miteinander in Verbindung treten und sich anschicken, die Menschheit zu vereinen. In den in diesem Band versammelten Romanen schildert Le Guin die frühe Zeit dieses mühsamen Annäherungsprozesses, ein Prozess, der sich immer wieder als ebenso notwendig wie unmöglich erweist ...




Die Erzähler (2000/2001)

Die junge Linguistin Sutty wird von der Ökumene der Welten als Beobachterin auf den Planeten Aka entsandt. Dort herrscht ein autoritäres, fortschritssgläubiges Regime, das sich rühmt, alle Spuren einer großen kulturellen Vergangenheit ausgerottet zu haben. Doch im unzugänglichen Bergland stößt Sutty auf die Überreste einer alten Kultur, die von einer verfolgten Kaste von Erzählern durch mündliche Überlieferung am Leben erhalten wird ...