Bradbury, Ray

Raymond Douglas Bradbury zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der modernen utopischen Literatur. Er wurde 1920 in Waukegan, Illinois, geboren. 1934 zog er mit seiner Familie nach Los Angeles, wo er sich ab 1938 in der Science-Fiction-Szene etablierte. Er verfasste über 500 Geschichten, Artikel, Gedichte, Radio- und Bühnenstücke sowie Filmdrehbücher.
Als Science-Fiction-Autor zeigt Bradbury nur begrenztes Interesse an der Darstellung konsistenz wissenschaftlich-technischer Visionen, vielmehr benutzt er die Techniken des Genres primär, um seine Themen effektvoll zu präsentieren.


Romane:



Fahrenheit 451 (1953/1956)

451 Grad Fahrenheit oder 232 Grad Celsius - das ist die Temperatur, bei der Bücherpapier Feuer fängt und verbrennt ...
Guy Montag ist Angehöriger des Staatlichen Ordnungsdienstes. Seine Aufgabe ist es, alle versteckten Bücher und Schriften aufzustöbern und zu verbrennen. Denn Bücher sind eine große Gefahr für einen Staat, der danach trachtet, seinen Einfluss in die letzten Winkel des privaten Tuns, Fühlens und Denkens seiner Bürger auszudehnen.
Feuerwehrmann Guy Montag hat bisher seinen Dienst versehen, ohne sich Gedanken zu machen. Doch als er dem Mädchen Clarisse begegnet, lernt er eine andere, schönere Welt kennen. Guy Montag beginnt nachzudenken - und wird zum Rebellen gegen den Staat ...
Ein Klassiker der Science-Fiction-Literatur - 1966 von Claude Chabrol mit Julie Christie und Oskar Werner in den Hauptrollen genial verfilmt.


Die Mars-Chroniken (1950/1972)


Kurzgeschichten:

Medizin für Melancholie (1948-59)

Die in diesem Band vereinigten Erzählungen entstanden in den vierzieger und fünfziger Jahren und wurden 1959 zur Anthologie "A Medicine for Melancholy" zusammengefasst. Neben "The Golden Apples of the Sun" ("Geh nicht zu Fuß durch stille Straßen") enthält er die wichtigsten Geschichten des Autors aus dieser Zeit, erlebte seither mindestens ein Dutzend Neuauflagen und wurde in alle Kultursprachen übersetzt.
"Von seinen Erzählungen her gesehen, ist der Schriftsteller Ray Bradbury nur noch mit Edgar Allan Poe zu vergleichen ... Mit ihnen hat Bradbury ein Terrain gewonnen, auf dem er nicht mehr einer unter vielen, sondern der absolute Meister ist. Meister einer Literaturgattung, der die Gegenwart gehört und wahrscheinlich auch die Zukunft." (Günter Zehm in WELT DER LITERATUR)


Geisterfahrt (1997/2000)

Ray Bradbury, der Altmeister der phantastischen Geschichten, lädt ein zu einer Geisterfahrt: in Rückwärts-vorwärts-Zeitreisen entführt er den Leser in ein Universum unvergesslicher Kindheitsphantasien und phantastischer Möglichkeiten. Wer das Buch beiseite legt, muss erst einmal blinzeln, um sich wieder in der Wirklichkeit zurechtzufinden ...
"Ray Bradbury unterscheidet sich von allen anderen Science-Fiction-Autoren dadurch, dass er ein Dichter ist. Er hat Visionen. Er sieht eine Welt der Zukunft, in der etwa die Kinder Verbindung mit Wesen von einem anderen Planeten aufnehmen. Es gibt Geschichten, bei denen könnte einen der Schlaf fliehen: etwa jene von der wartenden Stadt ... aber wozu erzählen? Kauft! Es ist, als habe der Erfingsreichtum dieses Mannes keine Grenze." (Frankfurter Neue Presse)
"Einder der größten Visionäre unter den zeitgenössischen Autoren." (Aldous Huxley)
"Ich verdanke Ray Bradbury viel." (Stephen King)