Kästner, Erich (1899-1974)

Erich Kästner
wurde am 23.2.1899 in Dresden geboren. Aus einfachen Verhältnissen stammend, studierte er mit einem Stipendium der Stadt Dresden in Leipzig, Rostock und Berlin Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theatergeschichte, promovierte 1925 über die "Erwiderungen auf Friedrich des Großen Schrift 'De la littérature allemande'" und wurde zum "Gebrauchslyriker" und Romancier für Kinder und Erwachsene. Ferner machte er sich einen Namen als Satiriker, Journalist und Drehbuchautor. Erich Kästner starb am 29.7.1974 in München.


Emil und die Detektive (1929/1935)

Die Geschichte von Emil und den Detektiven war Erich Kästners erstes und bis heute sein berühmtestes Buch. In all der Zeit hat es nichts von seinem Charme verloren und jede Generation hat aufs Neue Spaß am gewitzten Emil, der frechen Göre Pony Hütchen, Gustav mit der Hupe und deren Bande.

Verfilmungen:
1931: Billy Wilder / Gerhard Lamprecht
1954: Robert A. Stemmle
2001: Franziska Buch

Der neue Film, der die Handlung vom Berlin der zwanziger Jahre in die heutige Zeit verlegt, zeigt einmal mehr, wie unvergänglich die Geschichte ist.


Das fliegende Klassenzimmer (1933/1935)

Schüler sein war noch nie einfach, noch dazu, wenn man in einem Internat lebt. Das galt Anfang der dreißiger Jahre, als Erich Kästner sein bekanntes und beliebtes Kinderbuch "Das fliegende Klassenzimmer" schrieb, genauso wie heute. So wird jeder mit dem schüchternen Uli mitfühlen können, der darunter leidet, immer als Feigling dazustehen, und mit Martin, der von Heimweh gequält wird.

Der neue Kinofilm von Tony Wigand, der die Handlung in das Internat des Thomanerchors Leipzig verlegt, macht deutlich, dass Kindheit auch heute noch nicht nur "aus prima Kuchenteig gebacken" ist.


Pünktchen und Anton (1931/1935)

"Streichhölzer, kaufen Sie Streichhölzer!" ruft Pünktchen alias Luise Pogge, wenn sie allabendlich neben einer merkwürdigen alten Frau auf der Weidendammer Brücke mitten in Berlin steht. Natürlich ohne das Wissen ihrer Eltern, Herrn und Frau Doktor Pogge, die sie ja ganz sicher in der Obhut von Fräulein Andacht glauben. Aber ist Fräulein Andacht wirklich so harmlos, wie sie tut? Als die Situation dann brenzlig wird, ist zum Glück Pünktchens Freund Anton zur Stelle, und sie selbst ist ja schließlich auch nicht auf den Kopf gefallen!
Die Geschichte von Pünktchen und Anton, eine der schönsten Kindergeschichten dieses Jahrhunderts, war Erich Kästners zweites Kinderbuch. Und ähnlich wie bei "Emil und die Detektive" stellte sich der Erfolg bei den Lesern fast sofort ein. Bis heute hat dieser Kinderroman nichts von seinem Charme verloren, jede Generation hat aufs Neue Spaß an der frechen Göre Pünktchen aus reichem Hause und an Anton, der zwar brav, aber auch nicht auf den Mund gefallen ist.

Verfilmungen:
1969: Maria von Osten Sacken / Thomas Engel / Erich Engel
200?: Caroline Link

Der neue Film von Caroline Link, der die Handlung vom Berlin der dreißiger Jahre in das München von heute verlegt, zeigt auf amüsante Weise, wie unvergänglich die Geschichte ist.