Tolkien, J.R.R.

John Ronald Reuel Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein (Südafrika) geboren und lebte seit 1896 in England. Er war Professor für germanische Philologie in Oxford und starb am 2. September 1973 in Bournemouth. Sein bekanntestes Werk ist Der Herr der Ringe - ein Meilenstein der Fantasy-Literatur!


Fantasyromane:



Der kleine Hobbit (1937/1957)

Vorbei ist es mit dem beschaulichen Leben des angesehenen Bilbo Beutlin, seit er sich auf ein Abenteuer eingelassen hat, das Hobbitvorstellungen bei weitem übersteigt. Nicht nur, dass er sich auf eine Reise von der Dauer eines Jahres begibt, er lässt sich auch noch vom Zwergenkönig und seinen Genossen als Meisterdieb unter Vertrag nehmen und verpflichtet sich, den Zwergen bei der Rückgewinnung ihres geraubten Schatzes zu helfen.
"Die (Vor-)Geschichte zum Fantasy-Helden-Epos 'Der Herr der Ringe'. absolut zu empfehlen und auch für Nicht-Fantasy--Fans sind die Abenteuer des Bilbo Beutlin in Mittelerde ein Muss!" (Berliner Morgenpost)




Der Herr der Ringe:
Band 1: Die Gefährten (1954/1969)
Band 2: Die zwei Türme (1954/1970)
Band 3: Die Rückkehr des Königs (1955/1970)


In erster Linie erzählt dieses Hauptwerk Tolkiens vom Kampf um den Besitz bzw. der Vernichtung des Einen Ringes der Macht, den der "Finstere Herrscher" Sauron in grauer Vorzeit schmiedete und der alle anderen Ringe der Macht beherrscht. Bilbo Beutling hatte ihn in "Der kleine Hobbit" (s.o.) gefunden und seine Kraft entdeckt, den Träger des Ringes unsichtbar zu machen.
Nun nimmt Bilbo Abschied vom Auenland und vermacht seinem Neffen Frodo (= Weisheit) den Ring. Das größte Abenteuer in der Fantasy-Literatur beginnt ...
1978 kam "Der Herr der Ringe" als Zeichentrickfilm ins Kino (Ralph Bakshi / Frank Fazetta). Der Film wurde jedoch - trotz aufwendiger Technik - kein großer Erfolg.
1991/92 wurde das Buch erfolgreich als Hörspiel für den Rundfunk bearbeitet (SWR/WDR).
Und in den Jahren 2001-2003 begeisterte das lange Zeit als "unverfilmbar" geltende Epos in der aufwendigen (und oskarprämierten) Verfilmung von Peter Jackson ein Millionenpublikum!


Die Sagen von Mittelerde:



Das Silmarillion (1977/1978)

"Das Silmarillion" wurde vier Jahre nach dem Tod des Verfassers von seinem Sohn Christopher Tolkien herausgegeben. Es geht auf "Das Buch der Verschollenen Geschichten" zurück (s.u.) und enthält jene Geschichten und Legenden, die den mythologischen Hintergrund des "Herrn der Ringe" bilden.




Das Buch der Verschollenen Geschichten (1983-84/1987)

"Das Buch der Verschollenen Geschichten", mit dessen Niederschrift 1916/17 begonnen wurde, war das erste wesentliche phantastische Werk J.R.R. Tolkiens. Es blieb unvollendet und wurde erst posthum von seinem Sohn Christopher Tolkien herausgegeben.


Essays und andere Geschichten:

Baum und Blatt (darin: "Über Märchen. Ein Essay" und: "Blatt von Tüftler. Eine Geschichte") (1964/1982)

"Über Märchen" ist in den Jahren 1938/39 entstanden, also in der ersten Phase der Niederschrift des großen Romanprojekts "Der Herr der Ringe". Etwa zur gleichen Zeit entstand die Geschichte "Blatt von Tüftler", mit dem Essay thematisch eng verbunden durch die Symbole von Baum und Blatt. In beiden Texten geht Tolkien den Gesetzmäßigkeiten jener dichterischen Einbildungskraft nach, deren gelungene Gestalten die Form einer "zweiten Schöpfung" haben - einer neuen Welt der Phantasie.




Die Briefe vom Weihnachtsmann (1976/1981)

Tolkien hat seinen Kindern jahrelang, von 1925 bis 1938, als Weihnachtsmann Briefe vom Nordpol geschrieben. Sie waren mit W.M. signiert, mit phantasievollen Zeichnungen ausgeschmückt und mit Briefmarken der Nordpolpost ordnungsgemäß frankiert. Meist gibt er in ihren kauzige Berichte über den vorweihnachtlichen Hochbetrieb am Nordpol, erzählt von den abenteuerlichen Pannen, die der Polarbär, sein hinreißend tolpatschiger Assistent, regelmäßig inszeniert, und macht seinem Ärger über böse Kobolde und sonstige Quälgeister Luft. Kein Wunder, dass bei all diesen Aufregungen die Schrift vom Weihnachtsmann ganz zittrig ist.




Roverandom (1998/1999)

Roverandom ist ein lustiger schwarzweißer Hund. Nur leider hat er keine Manieren. Und das kann gefährlich sein. Besonders wenn ein Hexenmeister im Spiel ist.
Die spannende, von Tolkien selbst illustrierte Geschichte, die auf dem Mond, im Traumland und auf dem Meeresgrund spielt, wurde von den beiden Tolkienexperten Christina Scull und Wayne G. Hammond herausgegeben. In einem Nachwort erzählen sie, wie Tolkien im Jahr 1925 sich dieses Abenteuer für seine Söhne ausdachte und es 1936 seinem Verleger anbot, der unbedingt eine Fortsetzung des "Hobbit" haben wollte.
Der kleine Roman ist zuvor nie veröffentlicht worden.


Bücher zu und über Tolkien:

H.N. Beard / D.C. Kenney, Dschey Ar Tollkühn, Der Herr der Augenringe (1969/1983)

Die erste und einzige (?) Parodie auf das große Werk der Fantasy - mit allem, was Ihnen vom Großmeister über Gutgolf, Dildo, Frito und die Ringe verschwiegen wurde!


Kurt Bruner / Jim Ware, Der Ring und sein Geheimnis (2001)

Die Autoren zeigen, dass es erstaunliche Parallelen zwischen den Geschichten Toolkiens und den Wahrheiten der Bibel gibt.




Humphrey Carpenter, J.R.R. Tolkien. Eine Biographie (1977/1983)

Die Tolkien-Biographie des 1946 in Oxford geborenen Dozenten für englische Literatur.


Lin Carter, Tolkiens Universum. Die mythische Welt des "Herrn der Ringe" (1969/2002)

Der Klassiker für alle Fans des "Herrn der Ringe" - endlich in deutscher Übersetzung.
Nur wenige Dichter haben es geschafft, über Jahre hinweg bei Jung und Alt so viel Begeisterung zu entfachen wie J.R.R. Tolkien. Mit dem "Herrn der Ringe" hat er das wohl bedeutendste Märchen des 20. Jahrhunderts geschaffen. Aber wo liegen die Wurzeln dieses Meisterwerks?
Lin Carter, der bekannte Fantasy-Autor, beschreibt das mythologische Universum, in das sich die Fiktion des "Herrn der Ringe" einfügt: von den antiken sumerischen Epen über die griechischen und nordischen Mythen bis zur Nibelungensage. Eine faszinierende und dabei hochst vergnügliche Einführung in die bezaubernde Welt des "Herrn der Ringe" und in die Tradition der Sagen und Mythen aller Epochen.




Wolfgang Krege, Handbuch der Weisen von Mittelerde (1999)

Wolfgang Krege, der sich seit Jahren mit Mittelerde, mit ihrer Geographie, ihren Sprachen und Liedern beschäftigt, hat anhand der Quellen ein Handbuch zusammengestellt, welches das Wissen des Rats der Weisen - soweit es uns überliefert ist - darstellt und kommentiert.




Franz Rottensteiner / Erik Simon (Hrsg.), Tolkiens Geschöpfe. Fantasy von Marion Zimmer Bradley, Neil Gaiman, Ursula K. Le Guin und anderen (2003)

Tolkiens Geschöpfe - Erzählungen von Elfen, Orks, Zwergen, Trollen, Drachen und allerlei anderen phantastischen Wesen.
Für Millionen von Lesern hat sich die Welt mit J.R.R. Tolkiens Epos "Der Herr der Ringe" grundlegend gewandelt: Seither streifen Elfen in nebelverhangenen Wäldern, graben Zwerge monumentale Höhlen und sind Orks der Schrecken finsterer Albträume. In den hier versammelten abenteuerlichen, märchenhaften und mitunter humorvollen Geschichten erwachen all diese Geschöpfe erneut zu Leben. Und es zeigt sich, dass das eine oder andere Wesen noch völlig überraschende Seiten besitzt ...