Allende, Isabel

Isabel Allende, spanisch sprechende chilenische Schriftstellerin, wurde am 2.8.1942 in Lima (Peru) geboren. Die Nichte des ehemaligen chilenischen Präsidenten Salvador Allende (1908-1973) ist von Beruf Journalistin und lebte nach dem Militärputsch in Chile am 11. September 1973 von 1975-1988 im Exil in Venezuela.


Das Geisterhaus (1982/1984)

Allendes erster Roman "Das Geisterhaus" erlangte internationale Anerkennung. Erzählt wird die Chronik einer Großfamilie bis in die Zeit der Diktatur Pinochets.
"Dies ist ein Roman, wie es ihn eigentlich schon gar nicht mehr gibt. Ein Roman, prall von Geschichte und wohlausgestattet mit Haupt und Nebenpersonen, Komparsen, Extras, attrezzo und einem gewaltigen Szenarium, wo sich abspielt, was Generationen an Problemen, Konflikten und deren Lösungen erleben. Ein Roman, den man mit dem Vergnügen liest, das alles Gutgemachte hervorruft." (Luis Suenen, El Pais)


Von Liebe und Schatten (1984/1986)

"Von Liebe und Schatten" erzählt die Geschichte einer Liebe im Schatten der Diktatur. Verschiedene, in einem Punkt zusammenlaufende Erzählstränge, fügen sich zu einem Gesamtbild der Ereignisse, in deren Brennpunkt eine Journalistin und ein Fotograf geraten. Durch Zufall entdecken sie ein geheimes Massengrab, was politisch, aber auch für die beiden Protagonisten weitreichende Folgen hat. Der Rooman vermittelt weniger das Gefühl der Ohnmacht gegenüber Despotie als die Erfahrung intensiver menschlicher Solidarität.


Eva Luna (1987)

Vor dem Hintergrund der Wirren eines von wirtschaftlichen und politischen Krisen gebeutelten, fiktiven Landes Lateinamerikas schildert die in bitterer Armut aufgewachsene Ich-Erzählerin in dem Roman "Eva Luna" ihren Lebensweg. Im Laufe des erzählerischen Diskurses entsteht dabei ein dichtes Geflecht zahlreicher Geschichten von Menschen, denen Eva Luna begegnete. Zentrales Motiv ist die Realisierung weiblicher Identität in einer von männlichen Normen beherrschten Gesellschaft.


Zorro (2005/2005)

"Zorro", der ebenso elegante wie leidenschaftliche Streiter für Gerechtigkeit - in seiner unverwechselbaren Gestalt spiegelt sich das Leben jener Volkshelden, die ihm Kalifornien des 19. Jahrhunderts der Willkür und Arroganz der spanischen Kolonialherren ihre unübertreffliche Tollkühnheit entgegensetzten.
In ihrem jüngsten Buch holt Isabel Allende den legendären Zorro in die farbige Wirklichkeit dieser Epoche zurück. Zwischen Alter und Neuer Welt, in Auseinandersetzungen mit Intriganten und Piraten, in Abenteuern des Herzens und des Degens formt sich eine der unauslöschlichen Heldengestalten unserer Phantasie und betritt zum erstenmal die Bühne eines großen Romans.