Aldiss, Brian W.

Brian W. Aldiss ist einer der einflussreichsten britischen Science-Fiction-Autoren der Gegenwartsliteratur. Seine Romane wie Der lange Nachmittag der Erde und die Helliconia-Trilogie wurden mehrfach preisgekrönt und gelten als Klassiker des Genres. Mit Der Milliarden-Jahre-Traum (s.u.) legte er ein umfassendes sekundärliterarisches Werk zur Science Fiction vor.


Die Helliconia-Trilogie:

Einer der großen Weltentwürfe der neueren Science Fiction: Helliconia - ein Planet in einem Doppelsternsystem, auf dem ein Jahr zweieinhalb irdische Jahrtausende dauert. Helliconia - eine Welt, die einst von Menschen entdeckt wurde, deren Nachfahren die Erde längst vergessen haben.


Helliconia Frühling (1982/1983)

Nach mehr als 1000 Jahren erbarmungslosem Winter beginnen die Getscher zurückzuweichen, zeigt sich das erste Grün. Die Tierwelt erwacht. Nach grausamem Überlebenskampf kriechen die Menschen aus den schützenden Höhlen unter der Erde; die Zivilisation erhebt sich von neuem aus der Barbarei und den Sklavenfesseln der einheimischen Phagoren.


Helliconia Sommer (1983/1985)

Die Menschen von Helliconia entdecken alte Fertigkeiten und Künste wieder, die seit mehr als einem Jahrtausend vergessen waren. Mit überlegener Waffengewalt werden die einheimischen Phagoren zurückgedrängt, die Meere und Kontinente erkundet - und bald brechen die ersten Kämpfe zwischen Menschen aus. Der kurze heiße Sommer auf Helliconia hat begonnen. Er dauert 238 Jahre.


Helliconia Winter (1985/1985)

Unmerklich wird der Schein Freyrs, der lebensspendenden Sonne, schwächer. Die stierköpfigen Phagoren, die während der kalten Jahreszeit den Planeten beherrschen, werden aggressiver und metzeln die verängstigten Menschen nieder, unter denen der "Fette Tod", eine Virusseuche grassiert und die Furie sinnloser Kriege, in denen die Überlebenden verbluten, reiche Ernte hält. Der Winter hält Einzug. Er dauert 16 Jahrhunderte.


Weitere Romane:

Barfuß im Kopf (1969/1988)

Auf seiner Odysse durch ein von psychedelischen Bomben verwüstetes Europa wird der junge Colin Charteris zu einem Helden und Messias wider Willen. Führer eines Kreuzzugs, dessen Sinn er nicht versteht und den er niemals gewinnen kann. Um ihn herum gehen Außenwelt und Innenwelt in Trümmer ...
Brian W. Aldiss' berühmtester Roman "Barfuß im Kopf" begann als Serie in NEW WORLDS, dem legendären SF-Magazin der sechziger Jahre. Kritiker bezeichnen dieses Buch zu Recht als eines der Schlüsselwerke in der Geschichte der Science Fiction.


Weißer Mars oder: Der Aufbruch zur Vernunft. Eine Utopie des 21. Jahrhunderts
Mit einer Charta für die Besiedelung des Mars von Professor Laurence Lustgarten (1999/1999)
in Zusammenarbeit mit Roger Penrose


Mitte des 21. Jahrhunderts beschließen die Staaten der Erde, dass der Mars nicht in einen zweiten "blauen Planeten" umgewandelt werden soll, sondern - wie die Antarktis - der Wissenschaft vorbehalten bleibt. Auf diesem "weißen Mars" errichtet eine kleine Gruppe von Männern und Frauen eine physikalische Forschungsstation. Sie hoffen, dort jenes Elementarteilchen zu finden, das die letzten Rätsel des Universums und unserer Existenz löst. Doch als sie durch eine Katastrophe von der Erde abgeschnitten werden, sind sie gezwungen, eine völlig neue Form menschlicher Gemeinschaft zu entwickeln, um ihr Überleben auf dem Planeten langfristig zu sichern.
"Weißer Mars" entstand in der einzigartigen Zusammenarbeit des britischen Schriftstellers Brian W. Aldiss mit dem weltberühmten Mathematiker und Physiker Roger Penrose, der gemeinsam mit Stephen Hawking die Schwarzen Löcher enträtselte.


Zur Geschichte der Science-Fiction:

Der Milliarden-Jahre-Traum. Die Geschichte der Science Fiction (1973-86/1987-90)
in Zusammenarbeit mit David Wingrove


Von "Frankenstein" bis "Krieg der Sterne", von Jules Verne bis zu Isaac Asimov und Robert A. Heinlein, von "1984" und "Schöne neue Welt" bis zu den elektronischen Schrecken der Zukunft ...
Seit Jahrzehnten hat die Science Fiction Millionen von Lesern fasziniert mit ihren Geschichten von fremden Planeten und anderen Dimensionen, von mechanischen Geschöpfen und intelligenten Wesen aus den Tiefen des Alls. In ihrer einzigartigen Mischung aus Technologie und Philosophie, von ernstzunehmender Spekulation und verrückten Ideen ist sie ein Spiegelbild der Ängste und Hoffnungen unserer Zeit.
In "Der Milliarden-Jahre-Traum" erzählen Brian W. Aldiss und David Wingrove die Geschichte der SF von ihren bescheidenen Anfängen bis in die achtziger Jahre. Sorgfältig ins Deutsche übertragen und mit einem Register versehen, bietet dieser Band die erste aktuelle Gesamtdarstellung der wohl faszinierendsten Literatur unseres Jahrhunderts.
Ausgezeichnet mit dem HUGO AWARD als bestes Buch zur Science Fiction!