Adams, Douglas

"Ähnlich wie Tolkien in seinem Mammutwerk 'Der Herr der Ringe' versah Richard Adams seine vierbeinigen Protagonisten mit einer eigen Sprache, Mythologie und Ethnologie." (Frankfurt Allgemeine Zeitung)


Die Hunde des Schwarzen Todes (1977/1979)

Zwei Hunde fliehen eines Nachts aus einer Tierversuchsanstalt im englischen Lake District: der herrenlose Wuff, eine kräftige schwarze Promenadenmischung, und Snitter, ein flinker kleiner Foxterrier, der sich an einem Unfall schuldig fühlt, dem sein Herr zum Opfer fiel.
Beide Hunder wurden im Namen der Wissenschaft auf schreckliche Weise misshandelt. Wuff leidet aufgrund grausamer Experimente unter einer tödlichen Angst vor Wasser, Snitter, der eine Gehirnoperation hinter sich hat, lebt zwischen Traum und Wirklichkeit. Geschwächt durch die Folterungen und der Freiheit entwöhnt, sind die Tiere fast unfähig zu überleben. Sie schließen Freundschaft mit einem Fuchs, der sie lehrt, in der Wildnis zu leben. Gemeinsam durchstreifen sie den Lake District, immer auf der Flucht vor den Menschen, auf der Suche nach einer Welt ohne Grausamkeit. Bis eines Tages ein sensationshungriger Reporter die Nachricht verbreitet, die beiden Hunde seien Träger von Pestbazillen. Eine erbarmungslose, ungleiche Jagd beginnt ...
Adams' poetisch-kraftvoller, leidenschaftlich engagierter Roman ist ein Appell an Menschlichkeit und Tierliebe, gegen den Raubbau an der Natur und verantwortlungslose Machtausübung. Der Observer bezeichnete ihn als den "wirklichen Nachfolger" von Watership Down - Unten am Fluss. "Jeder, der auch nur einen Funken Tierliebe besitzt, wird zutiefst berührt sein".
Verfilmt als Zeichentrickfilm von Martin Rosen.


Shardik (1974/1977)

Richard Adams' erster Roman, die Kaninchensaga "Unten am Fluss" - Watership Down wurde ein Weltbestseller. Auch Shardik ist eine Allegorie, ein Gleichnis über die Beziehungen der Menschen zur Natur. Doch im Gegensatz zu den freundlichen Kaninchenhelden stellt Shardik der Bär die Personifizierung des Geheimnisvollen dar. Dieses Raubtier mit blutverschmiertem Maul und krallenbewehrten Pranken verkörpert die atavistische Natur, es ist schön in seiner Gefährlichkeit und faszinierend im Schrecken, den es vebreitet. Die an Shardik glauben im Beklanischen Reich handeln tollkühn und grausam, aber auch edel. Und selbst noch bei den Ungläubigen wirkt der Bär wie ein Test, der die Starken von den Schwachen scheidet. Darüber hinaus macht das Buch dem Leser bewusst, wieviel in den letzten Jahrzehnten zerstört und vernichtet wurde - im Namen falscher Götter. Shardiks Opfertod ist Symbol für den Weg, der zu einer neuen Einheit mit der Natur führen könnte.
Einen der talentiertesten Geschichtenerzähler unserer Zeit nannte die Times Richard Adams, den Schöpfer von Shardik. Dieses Buch bestätigt seinen Weltruhm.


Unten am Fluss (1972/1975)

Die weltbekannte Saga vom Exodus der Kaninchen enthält in ungewöhnlicher Frische alles, was die Abenteuer eines wandernden Volkes ausmacht: Bedrohung der alten Heimat, Prophezeiung des Untergangs, Auszug unter einem jungen Heißsporn, Abenteuer ohne Zahl im feindlichen wie im gelobten Land, Meuterei, Treuebruch und Heldenmut, Schlachten mit hohem Blutzoll - und schließlich Einzug ins Land der Freiheit, des Friedens und allgemeinen Glücks.
"Richard Adams erzählt glänzend ... Es ist ein Vergnügen, diese Geschichte zu lesen." (Sybil Gräfin Schönfeld in DIE ZEIT)
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung nannte diesen Weltbestseller "lecker wie frische Salatblätte" und empfahl ihn den Liebhabern behaglicher Erzählkunst und trockenen englischen Humors.
Verfilmt als Zeichentrickfilm von Martin Rosen. Titelsong: Art Garfunkel.