Abbot, Edwin A.

Edwin A. Abbot (1838-1926), der bei seinen Zeitgenossen wegen seiner philologischen und theologischen Veröffentlichungen gschätzt war, schrieb auch - unter einem Pseudonym - einen schmalen Roman, der seit dem Erscheinen 1884 gern gelesen wurde und wird. Auszüge daraus sind sogar als Kuriosität in Teubners mathematisch-physikalischer Bibliothek übersetzt worden; und jeder Kenner der Science Fiction-Literatur hat zumindest schon von ihm gehört, denn was Abbot veranschaulichen wollte, gehört heutzutage in fast jeden Science Fiction-Roman: Ausflüge in andere Dimensionen:


Flächenland:
Flächenland. Ein mehrdimensionaler Roman, verfasst von einem alten Quadrat (Edwin A. Abbot) (1884)

Der erste Teil ist eine höchst amüsante Beschreibung von Flächenland, der zweidimensionalen Heimatwelt des alten Quadrats, der als Erzähler auftritt. Treffliche Seitenhiebe werden da ausgeteilt, denn Flächenland unterscheidet sich nur in seiner Dimensinalität von unserer Welt.
Im zweiten Teil reist der Erzähler selbst in andere Dimensionen, zunächst nach Linienland, schließlich sogar in die Heimatwelt einer Kugel und erfährt, sozusagen am eigenen Leib, was es mit den Dimensionen auf sich hat.
Allerdings ist das Ende tragisch, denn wer, der nicht selbst dabei war, mag schon an eine dritte, eine vierte oder an eine fünfte Dimension glauben?