Zimmer Bradley, Marion

Marion Zimmer Bradley (geboren 1930) gehört zu den großen amerikanischen Erzählerinnen von romantischen Fantasy-Abenteuern. Neben ihren historischen Romanen machte sie sich auch in der Science Fiction mit den Erzählungen um den Planeten Darkover einen Namen. Sie schreibt seit über 25 Jahren und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Berkeley.


Fantasy-Romane:

Die Nebel von Avalon (1982/1983)

Die amerikanische Fantasy-Autorin Marion Zimmer-Bradley hat ein gewaltiges Epos in der großen Tradition der Ritterromane geschaffen, in dem sie den Zauber der alten Mythen und Legenden um König Arthus wieder heraufbeschwört. Es ist Morgaine, die Hohepriesterin des Nebelreichs Avalon und Schwester von Artus, die hier die wahre Geschichte von ihrem königlichen Bruder erzählt, von den Rittern seiner Tafelrunde, allen voran Lancelot, und von den Mysterien diesseits und jenseits dieser Welt.
Wohl zum ersten Mal erzählt eine Frau diese wundersame Geschichte, zeigt die christlich stilisierten Heldengestalten in einem neuen Licht und erinnert daran, dass einst Frauen die Macht in den Händen hielten: Sie lenken im Verborgenen das Geschick ihrer Zeit und setzen den König der Legenden auf den Thron, geben ihm das heilige Schwert Excalibur, mit dem er die Sachsen für immer vertreibt.
Aber es geht um mehr bei diesem Kampf auf Leben und Tod. Rituale, Magie, visionäre Einsichten, Versagen und Größe fordern die Menschen heraus, die um den richtigen Weg des Glaubens und des Lebens ringen. In der Enthüllung des Mysteriums vom Heiligen Gral erfüllt sich das Schicksal von König Artus und seinen Rittern. Es ist Höhepunkt und Abstieg zugleich, denn Avalon, die Insel der Apfelbäume, die alte Welt der Naturreligion, versinkt unwiederbringlich in den Nebeln der Zeit.


Die Wälder von Albion (1993/1993)

Das erste Jahrhundert nach Christi Geburt: England, Albion, ist von den Römern besetzt, Londinium ihre größte Siedlung. Nur in Wales, Schottland und Irland haben sich die keltischen Gemeinschaften gehalten. Sie werden vom Herrschaftsanspruch Roms genauso bedrängt wie die Römer selbst von einem neuen Glauben, dem Christentum, das auch in Albion die ersten Anhänger gefunden hat.
Im Zentrum dieses Romans steht eine Liebesgeschichte. Eilan, Tochter eines keltischen Barden, wächst an der Grenze zwischen England und Wales auf und wird in der Schwesternschaft der Priesterinnen zur Seherin ausgebildet. Dafür muss sie einen hohen Preis zahlen: Wie auch die Vestalinnen Roms ist ihr die Liebe zu Männern verboten. Als der Soldat Gaius, Sohn eines römischen Statthalters und einer Engländerin, schwerverwundet in Eilans Elternhaus gebracht wird, beginnt das Unvermeidliche - und es hat Folgen ...
Um ihrer Liebe willen bricht Eilan das Tabu der Schwesternschaft, und nur durch einen weiteren Verrat kann sie zur neuen Hohepriesterin werden. Sie ist dazu bereit, auch um die Macht des Druiden zurückzudrängen, der den Einflüssen Roms bereits erlegen ist. Schließlich verzichtet sie auf ihre Liebe - auf Gaius und auf den gemeinsamen Sohn. Um das Überleben der keltischen Gemeinschaften zu sichern, sucht Eilan nach Verbündeten in ihrem Kampf gegen Rom, gegen Gaius, gegen den Druiden und ihre Schwesternschaft, die den Verrat zu ahnen beginnen.
In einem dramatischen Finale siegt die Weltanschauung Roms, die keltischen Gemeinden werden zerschlagen. Nur Eilans Sohn Gawen überlebt. Er wird der erste Merlin. Ein anderer wird Jahrhunderte später aus den Nebeln von Avalon am Hofe König Artus' auftauchen und den Adler Roms mit dem Drachen Albions und dem Fisch des Christentums versöhnen.
Die Herrin von Avalon (1996/1996) Im Jahre 98 n. Chr. ist Avalon die letzte Zufluchtsstätte des alten Glaubens, während sich über das restliche Britannien die Herrschaft der Römer ausdehnt. Noch leben die Druiden und Priesterinnen von Avalon zwar in Eintracht mit den ersten Christen auf der Insel, und auch von den Römern wird ihr Heiligtum geachtet, doch die Zeiten ändern sich schnell.
Von der mythenumwobenen Insel aus versuchen die drei Hohepriesterinnen Caillean, Dierna und Viviane, über die Zeiten hinweg die Geschicke Britanniens zu steuern. Das Land ist zerrissen vom Kampf gegen die Römer und von den Rivalitäten der britannischen Fürsten untereinander. Immer wieder muss die Herrin von Avalon ihr uraltes Wissen heraufbeschwören, um die Zukunft des Landes zu retten. Geheimnisvolle Legenden und große Frauenschicksale schildert die "Queen of Fantasy" Marion Zimmer-Bradley in diesem Avalon-Roman.


Die Priesterin von Avalon (2000/2001)

Helena ist die Tochter der Hohepriesterin von Avalon: bei Helenas Geburt prophezeit der Merlin von Britannien, sie werde am Wendepunkt der Zeiten stehen und das Tor zwischen zwei Welten aufstoßen.
Als Kind wird sie am Hof ihres Vaters König Coel nach den Sitten der Römer aufgezogen, aber im Jahre 259 kehrt sie nach Avalon zurück, um dort zur Priesterin ausgebildet zu werden. Bald werden ihre magischen Kräfte deutlich, aber die herrschende Hohepriesterin, ihre Tante Ganeda, ist ihr feindlich gesinnt.
In einer Vision erblickt Helena das Gesicht eines Römers, Constantius.. Er ist der Mann, den sie lieben wird. Als Constantius nach Avalon gelangt, geht Helena heimlich zu ihm. Voller Zorn über Helenas Frevel verbannt Caneda sie auf ewig von der Heiligen Insel.
Helena folgt Constantius auf seinen Feldzügen und bei seinem Aufstieg zum mächtigen General in Rom. Dort sind die Menschen von der neuen Religion der Christen fasziniert. Als Helena einen Sohn, Constantin, bekommt, ahnt sie, dass er Kaiser werden - und Rom zum Christentum bekehren wird. Sie muss einen Weg finden, das uralte Wissen der Heiligen Insel zu bewahren und weiterzugeben. Dafür will sie ein letztes Mal durch die Nebel von Avalon gelangen.


Die Herrin von Avalon (1996/1996)


Der Bronzedrache (1969/1984)

Barry, ein achtzehnjähriger Junge, liegt zerschunden am Straßenrand irgendwo in Texas. Helfer liefern ihn mit Gedächtnisverlust in ein Krankenhaus ein. Er weiß nicht, wer er ist und woher er kommt. Einziger Anhaltspunkt ist ein kleiner Bronzedrache, den er in der Tasche seines merkwürdigen Overalls findet.
Gespenstische Ereignisse suchen Barry heim. Ein Unbekannter steigt nachts zum Fenster ein; jemand schießt auf ihn. Ganz allmählich lichtet sich das Dunkel um seine Herkunft. Die Wahrheit übersteigt die kühnsten Phantasien ...


Das Haus zwischen den Welten (1980/1983)

Der Student Fenton beteiligt sich an der Universität Berkeley an einem Drogenexperiment, das ihm Zugang zum seltsamen Feenreich der Alfar gewährt. Dort wird er Zeuge, wie die schöne Elfenkönigin Kerridis vom schrecklichen Eisenvolk entführt wird. Doch Fenton ist in der Feenwelt nur ein Zwischenmann, ein Halbwesen ohne Körper und Schatten. Man wirft ihn aus dem Experiment, und der Weg zur Rettung der Alfar scheint für immer verschlossen. Noch schlimmer, niemand glaubt Fenton seine Erlebnisse. Ihm bleibt nur eine Hoffnung. Er muss das geheimnisvolle Haus zwischen den Welten finden, denn von dort kann er zu Kerridis zurückkehren.