Wilde, Oscar


Das Bildnis des Dorian Gray (1966)


Als das von einem bekannten Londoner Gesellschaftsmaler geschaffene Bildnis Dorian Grays vollendet ist, verpfändet der Dargestellte seine Seele, um sich die auf der Leinwand verewigte Schönheit zeitlebens zu erhalten und das Porträt statt des Porträtierten altern zu lassen. Der Teufelspakt aber ist befristet, und am Ende fordert die gestundete Vergänglichkeit ihren Preis: Mit gezücktem Messer attackiert der zum Morder gewordene Dorian Gray in besinnungsloser Wut das ihn als aufgeschwemmten Wüstling darstellende Bildnis - und wird, erstochen vor dem nun wieder makellos schönen Porträt in seinem Blute liegend, von einem Bediensteten aufgefunden.