Schlink, Bernhard



Geboren wurde Bernhard Schlink am 6.7.1944 in Bielefeld. Er wurde 1944 bei Bielefeld geboren und wuchs in Heidelberg auf. Mit acht, nach einem Streit mit seinem Bruder, schrieb er das Drama Der Brudermord, mit 13 über seine erste unglückliche Liebe ein Sonett mit zu vielen Strophen, dazwischen und danach alles mögliche.
Er wurde Jurist, Richter und Professor – "vielleicht weil die Wahrheit des Rechts ebenso in Worten und Sätzen liegt wie die Wahrheit von Geschichten und weil die Dinge hier wie dort zu ihrem Ende gebracht werden müssen."
Er schreibt Kriminal- und andere Romane. Er hat in Mannheim, Freiburg und New York gelebt und wohnt derzeit in Bonn und in Berlin.

Die Bücher Bernhard Schlinks erscheinen bei Diogenes.


Romane:



Der Vorleser (1995)

Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er ... und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.
Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" wurde in 34 Sprachen übersetzt und avancierte zum internationalen Bestseller.
Der Vorleser wurde verfilmit von Stephen Daldry mit Kate Winslett, Ralph Fiennes und David Kross in den Hauptrollen.




Selbs Justiz (1987) (zusammen mit Walter Popp)

Privatdetektiv Gerhard Selb, 68, wird von einem Chemiekonzern beauftragt, einem "Hacker" das Handwerk zu legen, der das werkseigene Computersystem durcheinanderbringt. Bei der Lösung des Falles wird er mit seiner eigenen Vergangenheit als junger, schneidiger Nazi-Staatsanwalt konfrontiert und findet für die Ahndung zweier Morde, deren argloses Werkzeug er war, eine eigenwillige Lösung.

"Mit Bernhard Schlink und Walter Popp ist ein außerst vielversprechendes deutsches Autorenduo hervorgetreten, das im Bereich des gut geschriebenen und gesellschaftskritischen Kriminalromans neue Akzente setzt. Ein Buch, das größtes Lesevergnügen verspricht." (Volksstimme, Wien)
"Man darf mit Recht gespannt sein auf die angekündigten weiteren Ermittlungen Selbs." (Mannheimer Morgen)
"Selb hat alle Anlagen, den großen englischen, amerikanischen und französischen Detektiven, von Philip Marlowe bis zu Maigret, Paroli zu bieten, auf seine ganz spezielle, deutsche, Selbsche Art." (Wochenpresse, Wien)




Selbs Mord (2001)

Ein Auftrag, der den Auftraggeber eigentlich nicht interessieren kann. Der auch Selb im Grunde nicht interessiert und in den er sich doch immer tiefer verstrickt. Merkwürdige Dinge ereignen sich in einer alteingesessenen Schwetzinger Privatbank. Die Spur des Geldes führt Selb in den Osten, nach Cottbus, mitten in die Niederlagen der Nachwendezeit. Ein Kriminalroman über ein Kapitel aus der jüngsten deutsch-deutschen Vergangenheit.

Der dritte und letzte Band der Trilogie um den Privatdetektiv Gerhard Selb.


Erzählungen:



Liebesfluchten (2000)

Flucht in die Liebe und Flucht vor der Liebe: Sieben Geschichten über unterdrückte Sehnsüchte und unerwünschte Verwirrungen, verzweifelte Seitensprünge und kühne Ausbrüche, über die unumkehrbare Macht der Gewohntheit, über Schuld und Selbstverleugnung.
"Liebesfluchten" sind zugleich auch Großstadtgeschichten und Geschichten über eine ratlose Generation, die immer wieder über die Fallstricke ihrer Vergangenheit stolpert.

Inhalt:
Das Mädchen mit der Eidechse
Der Seitensprung
Der Andere
Zuckererbsen
Die Beschneidung
Der Sohn
Die Frau an der Tankstelle
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