Nooteboom, Cees



Cees Nooteboom wurde 1933 in Den Haag geboren. Mit 17 Jahren ging er nach Paris, um zunächst als Journalist zu arbeiten. Obwohl bereits 1955 sein erster Roman veröffentlicht wurde ("Philip en de anderen"), der drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel "Das Paradies ist nebenan" erschien, galt Nooteboom zunächst als Journalist und Verfasser subtil erzählter Reiseberichte aus Bruni, Tunesien, Isfahan oder Bahia.
So berichtete er 1956 über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris. Seine inzwischen in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte, die weniger Reportage als vielmehr von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen sind, festigten Nootebooms Ruf als Reiseschriftsteller. 1980 fand Nooteboom zurück zur fiktionalen Prosa und erzielte mit dem inzwischen auch verfilmten Roman Rituale (Rituelen) große Erfolge.
Sein umfangreiches Werk umfaßt Erzählungen, Berichte, Gedichte und vor allem große Romane, so auch Allerseelen (Allerzielen), der zeitgleich mit der Originalausgabe im Frühjahr 1999 auch in deutscher Übersetzung erschienen ist.
Cees Nooteboom lebt in Amsterdam und auf Menorca.

Nootebooms Werk erscheint in Deutschland im Suhrkamp Verlag.




Die folgende Geschichte (1991/1991)

"Cees Nooteboom hat auf wunderbare Weise eine Geschichte erzählt, deren eigentliche Hauptfigur die Poesie selbst ist. Sie kann kein Ende finden, weil sie mit jedem Ende, und also auch mit dem Tod, etwas anfangen kann. Oder um mit Heimito Doderer zu sprechen: 'Die Zauberkraft der Sprache macht eben das Leben im Handumdrehen zu einem leichten Joch, das uns sanftgeschwungen aufliegt ...'" (Rüdiger Safranski, Die Zeit)