Leon, Donna



Donna Leon wurde am 28.9.1942 in New Jersey geboren. Mit 23 verließ sie New Jersey, um in Perugia und Siena weiterzustudieren. Sie blieb im Ausland, arbeitete als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London und als Lehrerin an amerikanischen Schulen in Europa und Asien. Gegenwärtig lehrt sie englische und amerikanische Literatur an einer Universität in der Nähe von Venedig, wo sie seit 1981 lebt.
Zu ihrem Erstling kam Donna Leon über ihre Leidenschaft für die Oper. Während des Besuchs einer Probe im venezianischen Opernhaus "La Fenice" ereiferte sich ihr Begleiter: "Ich könnte den Dirigenten umbringen!" – "Ich mach's für dich, aber in einem Roman", beruhigte sie ihn. Beide kundschafteten das Haus aus, um mögliche Fluchtwege für einen möglichen Täter zu finden, und Donna Leon erfand Commissario Guido Brunetti, um jenen zu fassen. Das Resultat war "Venezianisches Finale" (s.u.).

"Sie beweist, daß das häufig gescholtene Genre des Kriminalromans weit davon entfernt ist, im Klischee zu erstarren." (Erich Demmer / Die Presse, Wien)
"Die Primadonna des Kriminalromans." / "Die Thrillerkönigin" (Dagmar Kaindl / News, Wien)
"Donna Leon ist die Königin des intellektuellen Qualitäts-Thrillers. Ihr Kult-Commissario Brunetti ist eine der charismatischesten Kriminalistenpersönlichkeiten seit Maigret." (News, Wien)


Die Commissario-Brunetti-Romane:



Venezianisches Finale. Commissario Brunettis erster Fall (1992/1993)

Tod eines Dirigenten: In seiner Garderobe liegt Helmut Wellauer, der weltberühmte Künstler. Warum er den Taktstock nie mehr in die Hand nehmen wird - das versucht Guido Brunetti herauszufinden. Der melancholische Commissario hat es nicht leicht, denn bei fast allen Zeugen, allen Verdächtigen sagt ihm seine Menschenkenntnis eins: Sie nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau ...




Endstation Venedig. Commissario Brunettis zweiter Fall (1993/1995)

Eine Leiche im Wasser: Guido Brunetti ahnt, dass nicht nur der Kanal stinkt, in dem die sterblichen Überreste des kräftigen jungen Mannes treiben. Er kommt üblen Machenschaften auf die Spur, die eher zu Sizilien als Venedig passen. Der kluge und unkonventionelle Commissario sieht sich gezwungen, zwischen Korrekten und Korrupten zu lavieren ...




Venezianische Scharade. Commissario Brunettis dritter Fall

Eigentlich wollte Brunetti mit seiner Familie in die Berge fahren. Doch dann wird vor Mestre die Leiche eines Mannes in Frauenkleidern gefunden. Ein Transvestit? Wird Streitigkeiten mit seinen Freiern gehabt haben – so die allgemeine Meinung, auch bei der Polizei. Brunetti schaut genauer hin und lernt bei seinen Ermittlungen, weniger schnell zu urteilen als die ach so ehrenwerten Normalbürger.




Vendetta. Commissario Brunettis vierter Fall

Niemand hätte wohl je erfahren, warum jemand von einer venezianischen Bar aus in die ganze Welt telefoniert; und warum einige der angewählten Nummern in den Adreßbüchern zweier Männer stehen, die binnen einer Woche sterben; wären nicht acht rumänische Frauen verunglückt, die nach Italien geschmuggelt werden sollten. Dieser Fall führt Commissario Brunetti tief in die Unterwelt Venedigs.




Aqua alta. Commissario Brunettis fünfter Fall

Wie jeden Winter bedroht Hochwasser das größte Museum der Welt: Venedig. Eine Archäologin wird vor ihrer Wohnung zusammengeschlagen, ein renommierter Museumsdirektor wird ermordet. Ganz Venedig ist entsetzt. Commissario Brunetti will beide Fälle mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit aufklären. Und bald steht das Wasser auch denjenigen bis zum Hals, die so falsch sind wie die Kunst, mit der sie handeln.




Sanft entschlafen. Commissario Brunettis sechster Fall

Brunetti hat nicht viel zu tun, als sein Chef im Urlaub ist und Venedig erst allmählich aus dem Winterschlaf erwacht. Doch da beginnen die Machenschaften der Kirche sein Berufs- und Privatleben zu überschatten: Suor Immacolata, die aufopfernde Pflegerin von Brunettis Mutter, ist nach dem unerwarteten Tod von fünf Patienten aus ihrem Orden ausgetreten. Sie hegt einen schrecklichen Verdacht.




Nobilità. Commissario Brunettis siebter Fall

Als bei der Renovierung eines Hauses am Fuß der Dolomiten die Leiche eines jungen Mannes gefunden wird, führt die Spur zum venezianischen Adelsgeschlecht der Lorenzonis und weiter hinter die Kulissen der Mächtigen und Einflußreichen. Commissario Brunetti gräbt in seinem siebten Fall tiefer, als die Leiche lag. Nicht immer sind die Motive des Handelns so edel wie das Geblüt, aus dem man stammt.




In Sachen Signora Brunetti. Commissario Brunettis achter Fall

Es beginnt mit einem Telefonanruf am frühen Morgen. Im kühlen venezianischen Frühdunst ist ein Akt von Vandalismus verübt worden. Bald allerdings muß Commissario Brunetti feststellen, daß der Täter kein kleiner Ganove ist. Am Tatort wartet auf die Festnahme keine andere als Paola Brunetti, seine Frau.




Feine Freunde. Commissario Brunettis neunter Fall (2001)

Eine Ermittlung gegen Brunetti? Unmöglich. Zwar geht es nur um seine Eigentumswohnung und die Baubewilligung, doch Brunetti muß das Schlimmste befürchten. Als der zuständige Beamte wenig später von einem Baugerüst stürzt, weiß Brunetti mit Sicherheit, daß es in diesem Fall keineswegs nur um seine eigene Wohnung geht. Seine Ermittlungen führen Brunetti in die venezianische Drogenszene, zu Wucher und Korruption. Nur Feine Freunde können da noch helfen.




Das Gesetz der Lagune. Commissario Brunettis zehnter Fall (2002)

Nach dem Tod von zwei Fischern sind alle im Dorf so verschlossen wie verdorbene Vongole. Der Commissario gibt dennoch nicht auf. Den Amtsweg ist Brunetti noch nie gegangen, doch diesmal bringen seine Methoden die halbe Questura in Gefahr.




Die dunkle Stunde der Serenissima. Commissario Brunettis elfter Fall

Eine von Paolas Studentinnen erkundigt sich bei Brunetti nach Möglichkeiten, die Ehre ihres Großvaters wiederherzustellen. Das Verbrechen liegt Jahre zurück, und so mißt Brunetti der Frage zunächst wenig Bedeutung bei – bis Claudia Leonardo erstochen in ihrer Wohnung aufgefunden wird.




Verschwiegene Kanäle. Commissario Brunettis zwölfter Fall

Ein Fall, der Brunetti näher geht als jeder andere: der vermeintliche Selbstmord eines Jugendlichen, so alt wie sein eigener Sohn. Ein Fall auch, der in eine unheimliche Welt führt: hinter die verschlossenen Tore der Kadettenschule von San Martino.


Weitere Bücher von Donna Leon:



Eine Amerikanerin in Venedig

"Amüsant und liebevoll erzählt die Autorin die Geschichten aus ihrem Alltag in Venedig. Die Menschen, die sie beschreibt, sind trotz ihrer Schrullen sympathisch, und Italien ist trotz seines Chaos das einzige Land, in dem die Amerikanerin leben möchte." (Johanna Schäfer / literaturkritik.de)




Latin Lover. Von Männern und Frauen

"Ein Faktor für Donna Leons beträchtlichen Erfolg ist zweifellos, daß sie ihr Handwerk tadellos versteht; ihre Texte funkeln auch literarisch." (Burkhard Scherer / Frankfurter Allgemeine Zeitung)