Lenz, Siegfried

Siegfried Lenz wurde am 17.3.1926 in Lyck/Ostpreußen geboren. Der Sohn eines Zollbeamten wuchs in der "Perle Masurens" auf, legte 1943 das Notabitur ab und wurde zur Marine einberufen. Dort erlebte er den Untergang des Naziregimes. Die Ereignisse dieser Zeit prägten das Bewusstsein des jungen Lenz sowie sein späteres Schaffen als Schriftsteller. Kurz vor Kriegsende desertierte Lenz; 1945 kam er nach kurzer Gefangenschaft nach Hamburg, wo er zunächst Philosophie, Anglistik und Lteraturgeschichte studierte. Von der Tageszeitung Die Welt - damals noch ein Blatt der englischen Besatzungsmacht - erhielt er einen Vertrag als Redakteur für Kultur und Politik. 1951 gab Lenz den Journalismus auf und wurde freier Schriftsteller. Seitdem lebt er in Hamburg und auf der dänischen Insel Alsen.


Romane:

Es waren Habichte in der Luft (1951)


Deutschstunde (1968)

Der Verlust (1981)

Exerzierplatz (1985)


Erzählungen:

So zärtlich war Suleyken. Masurische Geschichten (1955)

In den "masurischen Geschichten" fabuliert Lenz von den liebenswerten Käuzen und Quärköpfen des "zärtlichen Dörfchens Suleyken", irgendwo und nirgendwo im Süden Ostpreußens zwischen Torfmooren und sandiger Öde, zwischen verborgenen Seen und Kiefernwäldern gelegen.

Jäger des Spotts (1958)

Der Spielverderber (1965)