Lem, Stanislaw

Stanislaw Lem wurde 1921 in Lwów (Lemberg) geboren. Von 1939 bis 1941 und von 1944 bis 1948 studierte er Medizin, Philosophie, Wissenschaftstheorie und Kybernetik, dazwischen - während der deutschen Besatzung Polens - arbeitete er als Automechaniker. Gegen Ende seines Studiums begann er zu schreiben, zunächst Gedichte und Novellen, ab 1950 Romane, vornehmlich auf dem Gebiet der Science Fiction, mit denen er bald Weltruhm erlangte. Daneben wirdmete er sich zahlreichen literaturkritischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Abhandlungen. Er lebt heute in Krakau.




Solaris (1968/1972)

Im trüben Licht am Ufer des zähflüssigen Ozeans landet eine kleine Raumkapsel. Der Wissenschaftler Kelvin ist von der Erde zur Raumstation auf dem Planeten Solaris geschickt worden. Doch niemand steht zu seinem Empfang bereit. Als er behutsam in die Station vordringt, stößt er auf Anzeichen von Chaos und Auflösung. Die zwei Besatzungsmitglieder verhalten sich merkwürdig, wirken äußerst verstört. Und in den kahlen Gängen tauchen plötzlich gestalten auf, die aus einem Traum zu stammen scheinen.

Dieser Roman, 1972 von Andrej Tarkowskij und vor kurzem von Steven Soderbergh und James Cameron erneut verfilmt (mit George Clooney in der Hauptrolle), ist Stanislaw Lems berühmtestes Buch: eine atemberaubende Auseinandersetzung mit den Grenzen menschlicher Erkenntnis und ein Klassiker, vielleicht sogar der Klassiker, der Science Fiction.

"Lem hat die Gattung der Science Fiction neu abgesteckt und ihr literarische Hochflächen erobert, die auf dem Niveau des philosophischen Traktats liegen, zugleich aber spannend sind wie ein gelungener Kriminalroman." (Frankfurter Rundschau)
Der Unbesiegbare. Utopischer Roman (1969) Auf der Suche nach verschollenen Kameraden zieht der Raumkreuzer "Der Unbesiegbare" durch das All. Auf Regis III begegnen die Astronauten rätselhaften Überresten einer einst hochtechnisierten Kultur. Tote Materie, nach längst sinnlos gewordenen Regeln programmiert, verfolgt und vertreibt die Eindringlinge.