Wells, Herbert George (1866-1946)

Herbert George Wells, kurz H.G. Wells, wurde am 21.9.1866 in Bromley/Kent geboren und starb am 13.8.1946 in London. Nach einer Kaufmannslehre absolvierte er ein naturwissenschaftliches Studium mit Prädikatsexamen; nach nur wenigen Jahren als Dozent lebte er als freier Schriftsteller. Sein Gesamtwerk umfasst etwa hundert Bände und reicht von theoretischen Schriften zur Biologie, Zeitgeschichte, Politik und Philosophie bis hin zu den Romanen und Erzählungen, die seinen Weltruhm begründeten. Als Ahnher der modernen Science Fiction und einer ihrer genialsten Autoren ist H.G. Wells in die Geistesgeschichte eingegangen.


Romane:

Die ersten Menschen auf dem Mond (1901)

Lange bevor die Raumfahrt den Mond entzauberte, landeten dort zwei englische Gentlemen, losgeschickt von H.G. Wells in seinem 1901 entstandenen Roman "Die ersten Menschen auf dem Mond". Nach einem abenteuerlich schönen Flug durch den Sternenraum landen der idealistische Wissenschaftler Cavor und sein Begleiter Bedford, ein gewinnsüchtiger Kaufmann, auf dem Erdtrabanten und machen sich aus sehr unterschiedlichen Beweggründen an die Erforschung der phantastisch-unheimlichen Welt, die sich vor ihren staunenden Augen entfaltet.


Die Insel des Dr. Moreau (1896/1904)

Dr. Moreau ist ein fanatischer Wissenschaftler, ein Vivisekteur, der auf einer einsamen Insel aus Tieren Menschen machen will. Der Leser erlebt diesen Nachfolger eines Baron Frankenstein oder Dr. Jekyll und seine Kolonie monströser Tiermenschen in der Erzählung eines Schiffbrüchigen, den Todesangst auf der Insel herumtreibt. Je mehr sich ihm die Geheimnisse enthüllen, um so grauenvoller wird seine Situation, denn irgendwann werden Dr. Moreaus Kunstgeschöpfe doch vom verbotenen Blut trinken ...
Dieser phantastische Roman von H.G. Wells, der bei seinem Erscheinen 1896 einen Sturm der Entrüstung auslöste und bis heute zu seinen berühmtesten Werken zählt, ist im Zeitalter der Genforschung von erschreckender Aktualität.

Neu verfilmt von John Frankenheimer mit Marlon Brando, Val Kilmer und David Thewlis; Make-up und Creature-Effekte von Oscar-Preisträger Stan Winston (Alien, Jurassic Parc)


Der Krieg der Welten (1897/1901)


Menschen, Göttern gleich (1923/1927)

Mr. Barnstaple, ein freundlicher englischer Provinzjournalist, der sich nach einer Welt ohne Armut, Krieg und Unterdrückung sehnt, wird eines Tages durch ein Experiment außerirdischer Wissenschaftler in eine solche Welt versetzt. Auf dem Planeten Utopia leben "Menschen, Göttern gleich". Gemeinsam mit Mr. Barnstaple ist aber noch eine Reisegruppe aus der englischen High-Society nach Utopia gelangt. Wie diese Erdlinge auf Utopia reagieren, wie sie schon bald gewaltsam versuchen, dort irdische Zustände herbeizuführen - das schilder, oft sehr humorvoll, H.G. Wells in diesem Roman.


Die Riesen Kommen (1904)

In dem Roman "Die Riesen kommen" haben zwei Wissenschaftler eine Suubstanz, eine "Götternahrung" erfunden, die Riesenwachstum bewirkt. Was sich zunächst als Segen für die Welt darstellt - die Lösung aller Ernährungsprobleme scheint in Sicht -, bringt schließlich auch die entsetzlichste Bedrohung der Menschheit hervor: ein neues Geschlecht von Riesen wächst heran.


Die Zeitmaschine (1895/1904)


Erzählungen:

Der Apfel vom Baum der Erkenntnis. Erzählungen

"Der Apfel vom Baum der Erkenntnis" vereint die besten phantastischen Erzählungen von H.G. Wells, Geschichten, in denen es um Absonderlichkeiten der Natur, der Materie oder der Persönlichkeit geht, die weder eine wissenschaftliche Begründung finden, noch einer solchen bedürfen.
In Geschichten wie "Das Tal der Spinnen", "Der gestohlene Körper" oder "Die Tür in der Mauer" entführt Wells seine Leser aus der Alltagswelt in jenseitige Gefilde des Schreckens, aber auch des Skurrilen, Seltsamen und Wundebaren.


Das Kristall-Ei. Erzählungen

In jeder der in diesem Band versammelten 15 Erzählungen verblüfft H.G. Wells den Leser mit einem besonderen phantastischen Einfall, etwa der kosmischen Katastrophe, ausgelöst durch einen vorüberziehenden Himmelskörper, der Aufhebung physikalischer Gesetze durch reine Gedankenkraft, der ungeheuren Beschleunigung von Lebensvorgängen, der Kommunikation mit anderen Welten, Ausflügen in die fünfte Dimension, dem Austausch der Persönlichkeit und derlei mehr.