Lange, Hellmuth


Blumen wachsen im Himmel (1976)


Die Sonne ist erloschen. In den Eiswüsten, die die Welt bedecken, leben nur noch wenige Menschen. Sie tragen dicke Schutzanzüge, die einen körperlichen Kontakt unmöglich machen. Als ein Forscher mit primitiven Mitteln Kernenergie freisetzt, entsteht im ewigen Eis eine winzige, warme Oase. Endlich können die Menschen sich ihrer Schutzkleidung entledigen. Doch das, was sie zunächst als Segen empfinden, wird schließlich zum Fluch, der ihren Untergang nur noch beschleunigt. Man hat verlernt, miteinander umzugehen und kann den Anblick nackter Körper und Gesichter nicht mehr ertragen. Niemand ist mehr imstande, einen menschlichen Gesichtsausdruck zu deuten. Es kommt zum Chaos. Die letzten Menschen kämpfen den letzten Kampf - gegen sich selbst ...

"Das Buch äußert deutliche Zweifel am Nutzen einer allzu gewaltigen technischen Weiterentwicklung und steht besonders der Kernenergie skeptisch gegenüber ... Langes Roman gehört zu der Gruppe jener Endzeitvisionen, die als Folge des Hiroshima-Schocks zwischen 1945 und den frühen fünfziger Jahren entstanden." (Reclams Science Fiction-Führer)