Kordon, Klaus

Klaus Kordon, geboren 1943, wuchs in Ostberlin auf, studierte Volkswirtschaft und unternahm als Exportkaufmann Reisen nach Afrika und Asien. Ein Fluchtversuch 1972 endete im Gefängnis. 1973 wurde er von der Bundesrepublik freigekauft und lebt heute als Schriftsteller in Berlin.


Monsun oder Der weiße Tieger (1980)

Gopu verdient sein Geld als Straßenverkäufer in Bombay. Sein Leben ändert sich, als er die Bekanntschaft von Bapti macht, dem Sohn eines reichen Fabrikanten. Als dessen Boy begleitet ihn Gopu nach Madras und lernt dort die Welt der Reichen und Mächtigen kennen - eine Welt, die er kaum versteht. Er gerät in Schwierigkeiten, muss fliehen, landet auf der Straße und findet dort unter den Obdachlosen neue Freunde. Doch Bapti ist ihm gefolgt ...

Klaus Kordon gelingt es mit seinem Roman nicht nur, ein realistisches und genaues Bild vom Leben der Menschen in Indien zu zeichnen. Er erzählt darüber hinaus die Geschichte einer großen, ungewöhnlichen Freundschaft.


Die roten Matrosen oder: Ein vergessener Winter (1984)

November 1918. Nach vier Jahren Weltkrieg mit Sterben an der Front und Hunger und Not in der Heimat, verweigern die Matrosen der kaiserlichen Marine den Befehl zum Auslaufen und ziehen nach Berlin. Die beiden Jungen Helle und Fritz freunden sich mit ihnen an und erleben die Revolution, den Sieg und die Niederlage. Die Menschen kämpften in jenem Winter für ein besseres Leben, für "Nie wieder Krieg". In diesem fesselnden historischen Roman werden die Bewohner einer ganzen Mietskaserne im Berliner Wedding mit ihren Sorgen und Nöten, aber auch mit ihrem Hoffen, ihrem Zusammenhalt und ihrer Wärme lebendig.