Körner, Heinz


Johannes (1978)


In einfachen, klaren und präzisen Worten schildert Heinz Körner die Begegnung eines jungen Angestellten mit Johannes, einem geheimnisvollen alten Mann. Diese Begegnung, die unter spannenden und äußerst mystischen Umständen stattfindet, gerät für den jungen Mann zum Zusammenbruch der Scheinwelt aus lauter Lügen und Kompromissen, die wir alle um uns herum aufgebaut haben. Ihm wird bewusst, wie sehr er und seine Mitmenschen in ihrer Feigheit gefangen sind, in einer Feigheit, die alle an der Entwicklung ihrer Fähigkeiten behindert. Seine Lügenwelt bricht zusammen, und er muss schmerzlich erkennen, dass er mit all seinen progressiven Ideen nur ein Ziel verfolgt hat: sich selbst zu verstecken.
Konkrete und realistische Vorschläge zur Verbesserung seiner persönlichen Situation machen "Johannes" zu einer Art Therapie, die jeden an sich selbst interessierten Leser fesseln und treffen wird. Dabei ist es in einer einfachen und frechen Sprache gehalten, die bei aller Schlichtheit durch ihre literarische Qualität besticht.