Houllebecq, Michel

Michel Houellebecq, geboren 1958 auf La Réunion, lebt in Paris und Irland. Houellebecq veröffentlichte Essays und Gedichtbände, bevor ihm mit Elementarteilchen - einem Buch, das die französische Öffentlichkeit spaltete - der große Durchbruch gelang.
1998 erhielot er den Prix Novembre, in dessen Jury so prominente Schriftsteller wie Julian Barnes, Philippe Sollers und Maria Vargas Llosa sitzen.


Elementarteilchen (1998/1999)

Elementarteilchen - der unmoralische Roman eines großen Moralisten - liefert das literarische Zeitbild der letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Präzise und sachlich berichtet Michel Houellebecq vom glücklichen Leben der Halbbrüder Bruno und Michel. Ihre Mutter, eine radikale Jüngerin der 68er-Ideale, widmet sich ganz ihrer sexuellen Selbstverwirklichung und sorgt so dafür, dass das Leben ihrer Söhne von kalter Einsamkeit geprägt ist.
Bruno, der Ältere, wird zum Opfer seiner verzweifelten sexuellen Obsessionen, Michel ist Molekuularbiologe und verbringt sein autistisches Forscherleben zwischen Supermarkt und Psychopharmaka, bis er in einem gentechnischen Institut in Irland das unsterbliche und geschlechtslose menschliche Wesen klont - eine Vision jenseits von Egoismus und sexuellem Elend.
Mit Michel und Bruno entwirft Michel Houellebecq zwei Lebensläufe am "Ende der alten Ordnung":