Harbou, Thea von


Metropolis (1926)


Irgendwann in ferner Zukunft, in der Superstadt Metropolis: Freder, der Sohn des mächtigen Finanz-Oligarchen Fredersen, verliebt sich in das Mädchen Maria, die pazifistische Führerin der unter unmenschlicher Akkordhetze schmachtenden Arbeitermassen. Von ihr beeinflusst will Freder seinem Vater, dem unumschränkten Herrn der Stadt, klarmachen, dass die in den untersten Kelleretagen von Metropolis schuftenden Menschen seine Brüder seien. Doch der alte Fredersen hat kein Ohr für seinen Sohn. Während Freder sich auf die Seite der Arbeiter schlägt, verbündet sich sein Vater mit dem Wissenschaftler Rotwang. Maria ist für ihn eine Aufrührerin, die es auszuschalten gilt. Das Mädchen wird gefangengenommen und durch einen Androiden ersetzt: Dieser Kunstmensch wiegelt die bisher friedlichen Unterprivilegierten auf. Endlich hat Fredersen einen legalen Grund, gegen die "Revolution" vorzugehen. Zwar kann sein Sohn die echte Maria befreien, aber das Unheil hat bereits seinen Lauf genommen: Die aufgebrachten Arbeiter sabotieren die Maschinen. Und plötzlich brechen die Wassermassen eines unterirdischen Flusses in ihren Wohnbereich ein ...

"Metropolis", 1926 nach dem Roman von Thea von Harbou von Fritz Lang verfilmt, gehört zu den wenigen utopischen Streifen, die wirklich Filmgeschichte gemacht haben.