AIDS
Ein "Kinderteil" zum Thema AIDS zum "Sonntag der Weltmission" 2005


1. Wir starten mir einem Rätsel

Erdteil/Kontinent: AFRIKA
Krankheitserreger: VIRUS
Afrikanisches Land: SÜDAFRIKA
Sohn Gottes: JESUS


2. Informationen

AIDS ist eine Krankheit. Ihr habt sicher schon mal davon gehört oder Plakate gesehen, die darüber informieren oder auffordern, sich vor dieser Krankheit zu schützen.
Aber was haben die vier Wörter aus dem Rätsel mit dem Thema AIDS zu tun?
AIDS ist eine Immunschwächekrankheit. Das heißt: Die Körper von aidskranken Menschen können sich gegen andere, oft eigentlich gar nicht lebensbedrohliche Krankheiten nicht mehr richtig zur Wehr setzen. Sie wird durch einen Virus, den HIV-Virus, ausgelöst und durch infiziertes Blut übertragen: zum Beispiel bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder wenn Drogenabhängige dieselben Spritzen benutzen. Aber auch Kinder können sich schon vor der Geburt im Mutterleib infizieren, wenn schwanger Frauen HIV-positiv sind.
Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, führt sie über kurz oder lang zum Tod. Es gibt (noch) kein Heilmittel und keine Impfung dagegen. Doch mit Hilfe entsprechender Medikamente können HIV-positive Menschen inzwischen unter Umständen viele Jahre mit der Krankheit leben.
In den Industrieländern, also auch bei uns in Deutschland, sind diese Medikamente weit gehend verfügbar. In den so genannten „Entwicklungsländern“ hingegen sterben nach wie vor viele tausend Menschen täglich an AIDS. Weltweit sind etwa 42 Millionen Menschen infiziert. 30 Millionen davon leben auf dem afrikanischen Kontinent. Jeder 10. Erwachsene dort ist HIV-positiv, und täglich kommen viele Tausende hinzu.
Südafrika ist eines der am stärksten betroffenen Länder Afrikas. Hier ist jeder 3. Erwachsene betroffen, und man geht davon aus, dass die durchschnittliche Lebenserwartung in Südafrika in den kommenden Jahren von 60 auf 45 Jahre sinken wird. Jede vierte (in manchen Gegenden jede zweite!) schwangere Frau ist infiziert, so dass etwa 30% aller Kinder HIV-positiv zur Welt kommen! Außerdem sind in den nächsten Jahren in Südafrika 4 Millionen AIDS-Waisen zu erwarten.


3. Dazu ein Bild



Dieses Bild hat das „Aktionsbündnis gegen AIDS“ auf eine Postkarte drucken lassen, mit der unsere Bundesregierung dazu aufgefordert wird, im Haushaltsjahr 2005 mehr Geld für die AIDS-Hilfe zur Verfügung zu stellen, als bisher vorgesehen ist.
Es zeigt eine Familiensituation, die für viele Kinder in Afrika (und anderswo) typisch ist: Die Eltern sind an AIDS gestorben. Die älteren Kinder müssen sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern.
Mit dem Gottesdienst heute (und dem dabei gesammelten Geld) sollen unter anderem auch solche Familien unterstützt werden!


4. Und was hat das mit Jesus zu tun?

Jesus hat sich immer um Menschen gekümmert, denen es schlecht ging: Er hat die Kinder in den Arm genommen, die die Erwachsenen von ihm fernhalten wollten. Er hat mit Zöllnern und Sündern gegessen und ihnen ihre Schuld vergeben. Er hat Kranke und Aussätzige geheilt. Und er hat gesagt: „So wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ (Johannes 20,21). Das bedeutet doch wohl, dass nun wir in seinem Namen so handeln sollen, wie er gehandelt hat: die gute Nachricht von der Liebe Gottes zu uns Menschen weitersagen und uns um Schwache, Kranke und an den Rand gedrängte Menschen kümmern! Darum feiern wir diesen Gottesdienst zum Sonntag der Weltmission.


(c) Volkmar Hamp