Das Anti-Überforderungs-Prinzip Gottes: Du bist nicht allein (eine Pfingstpredigt)


Liebe Geschwister, liebe Freunde und Freundinnen,

Heute feiern wir also Pfingsten, den Geburtstag der Kirche, das Kommen des Heiligen Geistes, des Trösters, der Kraft und Energie Gottes in diese Welt.

Die Perikopenordnung der Evangelischen Kirche schlägt für diesen Pfingstsonntag einen eigenartig altertümlichen, ja geradezu archaischen Bibeltext vor, aus dem 4. Buch Mose, Kapitel 11, die Verse 11-12, 14-17 und 24-25:

Mose sprach zu dem HERRN: Warum bekümmerst du deinen Knecht? Und warum finde ich keine Gnade vor deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volkes auf mich legst? Habe ich denn all das Volk empfangen oder geboren, dass du zu mir sagen könntest: Trag es in deinen Armen, wie eine Amme ein Kind trägt, in das Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast? Ich vermag all das Volk nicht alleine zu tragen, denn es ist mir zu schwer. Willst du aber doch so mit mir tun, so töte mich lieber, wenn ich denn Gnade vor deinen Augen gefunden habe, damit ich nicht mein Unglück sehen muss. Und der HERR sprach zu Mose: Sammle mir siebzig Männer unter den  Ältesten Israels, von denen du weißt, dass sie Älteste im Volk und seine Amtleute sind, und bringe sie vor die Stiftshütte und stelle sie dort vor dich, so will ich herniederkommen und dort mit dir reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, damit sie mit dir die Last des Volks tragen und du nicht allein tragen musst. Und Mose ging heraus und sagte dem Volk die Worte des HERRN und versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volkes und stellte sie rings um die Stiftshütte. Da kam der HERR hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Ältesten. Und als der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten nicht auf.

Mose ist fertig. Ausgebrannt. Am Ende. Er mag nicht mehr. Wie kleine Kinder benehmen sich seine Leute. Immer unzufrieden. Immer nur am Rummäkeln und Meckern. Da hat Gott sie aus der Sklaverei geführt, ihnen die Freiheit geschenkt – und was machen sie? Sie loben nicht Gott, sondern stänkern übers Essen. „Immer Manna. Ich will auch mal ein Schnitzel! Am besten mit Spargel und Sauce hollandaise!“ Sklaverei, Unterdrückung und Elend, die hinter ihnen liegen, sind vergessen. Das Anspruchsdenken wächst.
Menschen haben ein kurzes Gedächtnis. Mitten im Riesengeschenk der Freiheit sitzen sie da und beschweren sich: „So hatten wir uns das nicht vorgestellt! Freiheit – schön und gut – aber doch nicht so! Das macht ja Arbeit. Das strengt ja an. Das heißt ja Einsatz und Verzicht und Bescheidenheit. Nein, so hatten wir uns das nicht vorgestellt!“
Da platzt Mose der Kragen: „Ich habe es satt, sie – wie eine Amme – auf dem Arm durch die Gegend zu tragen. Sie zu füttern und dann ihr Geschrei anzuhören. Ich mag nicht länger Kindermädchen für ein unreifes Volk spielen. Lieber will ich sterben, als so weiterzumachen.“
„Burnout“ nennen wir das heute. Ausgebrannt zu sein, sich leer zu fühlen. Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl. Da gehst du an die Grenzen deiner Kraft, ja, vielleicht sogar schon darüber hinaus – und keiner dankt es dir! Es wird nicht einmal wahrgenommen. Andere nehmen es wie selbstverständlich hin, dass du dich für sie abrackerst und aufopferst, und keiner sieht, wie du selbst dabei vor die Hunde gehst. Vielleicht nicht einmal du selbst. Weil es ja so toll ist, überall dabei und immer der Held zu sein. Weil wir unseren Selbstwert ja aus dem ziehen, was wir leisten und machen und tun – und uns nicht schon wertvoll fühlen dürfen, weil wir einfach nur sind.

Als Eltern an die eigenen Grenzen zu stoßen im Alltag mit den Kindern. Die einen total fordern. Die – so wie das Volk damals – alles erwarten, aber meckern, wenn von ihnen etwas erwartet wird.
Im Beruf überfordert zu sein. Da werden ständig Stellen eingespart, die gleiche Arbeit wird auf immer weniger Schultern verteilt. Eigentlich kann es so nicht weitergehen. Aber du darfst dich nicht beschweren, sonst bist du raus. Und du bist doch angewiesen auf den Job.
Oder in der Gemeinde: Immer gibt es was zu tun, das meiste ehrenamtlich. Geld ist sowieso keins da, und auch hier verteilt sich all die Arbeit auf viel zu wenig Schultern. Aber du hast ja ein breites Kreuz. Du bist pflichtbewusst und verantwortungsvoll. Und schließlich tust du das alles ja „für den Herrn“. Bis es nicht mehr geht und du die Notbremse ziehst und alles hinschmeißt.

So gibt es viele Situationen, in denen wir an unsere Grenzen kommen können:
Wenn die Beziehung / die Ehe zur Last wird und der Partner / die Partnerin nur noch unsere Geduld strapaziert. Wenn wir verletzt sind tief innen oder gar die Achtung voreinander verlieren. Wenn man nur deshalb nicht geht, weil man Angst vor den Konsequenzen hat.
Oder wenn die körperlichen Kräfte nachlassen, wenn Krankheit, Leid und Tod uns aus der Bahn werfen, wenn wir nicht mehr so können wie wir eigentlich wollen.
Oder wenn dir einfach nur alles zu viel wird. Wenn die Aufgabenflut dich überrollt und du das Gefühl hast: Das kann ich gar nicht schaffen. Da kann ich nur scheitern.

So, stelle ich mir vor, ging es auch dem Mose. Er ist fertig, ausgebrannt, am Ende.
Doch Mose jammert nicht still vor sich hin. Er beklagt sich nicht, er klagt Gott sein Leid. Das ist ein Unterschied!
Wer jammert, rechnet nicht damit, dass sich etwas ändert. Der möchte nur, dass andere ihn bedauern. „Der Arme hat ja so viel zu tun! Wie schafft er das nur?“ Wer jammert, zieht sein Selbstwertgefühl daraus, dass andere Mitgefühl mit ihm haben. Und es gibt ja Kreise, da darf man gar nicht sagen, dass es einem gut geht und dass man sein Pensum schafft. Dann wird man von den Kollegen und Kolleginnen schnell als „faul“ abgestempelt. Überlastet-Sein als einzig legitime und anerkannte Existenzform!
Nein, Mose jammert nicht. Er redet Klartext mit Gott. Er sagt: „Mir reicht’s! So nicht. Nicht mit mir!“
Der Unterschied zum Jammern ist, dass Mose ganz genau weiß: Jetzt muss sich etwas ändern. So geht es nicht weiter. Ich brauche Hilfe. Und er weiß: „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Psalm 121) Er weiß: Gott ist der Schöpfer, nicht der Erschöpfer meines Lebens. Wenn einer helfen kann, dann er!

Und siehe da: Gott hat eine gute Idee. Und diese Idee Gottes ist so gut, dass man daraus ein Prinzip machen könnte. Sie funktioniert nämlich nicht nur in der einmaligen Situation, in der Mose und das Volk Israel sich befanden. Sie kann als Vorbild dienen für jede Situation, in der Menschen sich überfordert fühlen – im Privaten wie im Beruflichen und im Gemeindealltag.
Die gute Idee Gottes, sein Anti-Überforderungs-Prinzip heißt: Du bist nicht allein. Da sind Menschen, die mittragen, mitdenken, mitmachen. Mose muss seine Arbeit nicht länger alleine erledigen. Er bekommt siebzig Mitarbeiter zur Seite gestellt, die ihn entlasten und unterstützen sollen.
Das heißt: Gott quetscht seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht aus wie eine Zitrone. Er will nicht, dass wir unter der Überlast unserer Aufgaben und Verantwortlichkeiten zusammenbrechen, sondern dass sich die Lasten auf viele Schultern verteilen. Und das gilt für alle Lebensbereiche: im Privaten, im Beruflichen und in der Gemeinde. Partizipation / Beteiligung ist das Schlüsselwort.

Beteiligung, das heißt auf der einen Seite, dass wir uns helfen lassen, wenn wir überfordert sind.
Zum Glück war Mose nicht einer von denen, die meinen alles alleine geregelt zu kriegen. Zumindest kam er irgendwann an diesen Punkt. Ihr kennt das vielleicht auch: dieses Gefühl, dass kein anderer es einem recht machen kann. Das Gefühl: Wenn ich etwas nicht selber mache, dann wird es nicht so, wie ich es mir vorstelle. Dann wird es nicht gut. Ich kenne dieses Gefühl.
Darum gehört zum Anti-Überforderungs-Prinzip Gottes, dass wir akzeptieren lernen dass andere es eben anders machen. Dass manches dann vielleicht nicht so wird, wie wir es uns vorgestellt haben. Aber anderen Menschen etwas zuzutrauen, sie machen zu lassen – auch das ist eine Gabe des Heiligen Geistes. Die Gelassenheit zu haben, dass nicht immer alles so werden muss, wie ich es geplant habe. Ja, auch die Gelassenheit, dass Dinge schief gehen dürfen, dass Fehler passieren.
Tom Watson, der Gründer der Computerfirma IBM, soll einmal einen Mitarbeiter gehabt haben, der einen sehr schwerwiegenden und sehr teuren Fehler machte. Als dieser Mitarbeiter dann Angst vor einer Kündigung hatte, sagte Watson zu ihm: „Sie entlassen? Nein! Nicht, nachdem ich gerade zehn Millionen Dollar in Ihre Ausbildung investiert habe.“
Fehler zu machen ist erlaubt. Auch im Reich Gottes. Auch in der Gemeinde. Weil wir aus Fehlern lernen. Und Gott ist sowieso nicht am allerwichtigsten, dass immer alles perfekt ist. Ihm ist es viel wichtiger, dass Menschen beteiligt sind, dass sie sich einbringen können, dass die Aufgaben auf vielen Schultern ruhen.

Zum Anti-Überforderungs-Prinzip Gottes gehört aber auch das andere: dass Menschen bereit sind, sich einzubringen! Partizipation ist nicht nur eine Bringschuld der Macher und der Mächtigen. Partizipation ist auch eine Herausforderung für die Trägen und Zurückhaltenden, die angenommen und aktiv gestaltet werden will. Dass Menschen sich der Gemeinschaft zur Verfügung stellen und Verantwortung übernehmen. Dass niemand die Selbstausbeutung der Fleißigen ausnutzt und auf deren Kosten lebt.
Versteht mich nicht falsch: Es geht nicht darum, dass alle sich in gleicher Weise einbringen und mitgestalten müssen. Menschen sind unterschiedlich begabt, haben je eigene Stärken und Schwächen und unterschiedliche Ressourcen und Kapazitäten. Aber ein gemeinsames Ziel – das Gelobte Land in der Mose-Geschichte – den Traum vom Reich Gottes, den Jesus träumte – Gemeinde als ein Ort, an dem dieser Traum auch heute schon Wirklichkeit werden kann – ein solches gemeinsames Ziel erreichen wir nur, wenn jeder und jede seinen und ihren Teil dazu beiträgt.
Dass Gott uns dabei mit seinem Geist, mit seiner Kraft und Energie ausstattet – das ist die Botschaft von Pfingsten. Und das ist auch die Botschaft unserer biblischen Geschichte.

Die Neuen werden in ihr Amt eingeführt. Mose versammelt sie um die Stiftshütte. Und Gott kommt in einer Wolke herab, redet mit ihm und nimmt von dem Geist, der auf Mose ist, und legt ihn auf die siebzig Ältesten.
Interessant, nicht!? Ich hätte erwartet, dass Gott von sich, von seinem Geist etwas gibt. Aber nein, es ist der Geist, der schon auf Mose ruht, von dem die anderen etwas abbekommen, an dem sie teilhaben. Ihre Begeisterung geht von Moses Begeisterung aus. Von der Kraft, die ihn immer noch beseelt – trotz aller Schwachheit und Verzagtheit –, gibt Gott den Neuen etwas ab. Sie müssen es nicht von alleine können. Ihre Kraft wächst ihnen durch Mose von Gott her zu. Und selbst im verzagten Mose wohnt noch so viel Gottesgeist dass siebzig Neue davon begeistert werden können!
Welch ein Trost für alle Verzagten dieser Welt! Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt nicht von irgendwo ein Lichtlein her, dann kommt Gott selbst und erinnert dich daran, dass er mit seinem Geist, mit seiner Lebenskraft und Energie, längst bei dir ist und in dir wirkt. Und dass da genügend Kraft und Begeisterung sind, um andere mitzunehmen, sie zu motivieren und zu begeistern.

Und so wächst ein gemeinsamer „spirit“, eine „Be-Geisterung“, die viele miteinander teilen und die sie untereinander verbindet. Denn „falsche Geister“ würden das Projekt gefährden. Wenn einer sich in den Vordergrund spielt und nur die eigene Ehre sucht. Wenn es nur noch ums Geld geht. Wenn die Angst vor der Meinung anderer das Handeln mehr bestimmt als die Einsicht in das, was gut und richtig ist. Darum ist es wichtig, dass alle von Gott den gleichen Geist empfangen. Die gleiche Ausrichtung, die gleiche Begeisterung. Damit sie gemeinsam an einem Strang ziehen und das große Ziel erreichen.
Das heißt nun nicht, dass Menschen gleichgeschaltet werden und nur in eine Richtung denken dürfen. Aber es heißt, dass sie sich in ihrem Denken, in ihrer Haltung, in ihren Werten an Gott und seinem Geist ausrichten lassen. Und der Geist Gottes ist nun mal der Geist der Liebe, der Menschen zueinander und nicht auseinander bringt. Der Geist Gottes ist nun mal der Geist des Trostes, der aufbaut und nicht zerstört. Der Geist Gottes ist nun mal der Geist des Lebens, der die Welt erblühen und Menschen aufleben lässt – und nicht ein Geist der Zerstörung und des Todes. Ein Schöpfergeist, kein Erschöpfergeist!

Und stellen wir uns die Wirkung dieses Geistes nicht zu harmlos und gesetzt vor. Der Geist Gottes ist eine gefährliche, eine ekstatische Kraft: „Und als der Geist auf ihnen ruhte“, lesen wir am Ende unseres Textes, „gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten nicht auf.“
Das hebräische Wort für „Geist“ – die ruah – war ursprünglich wohl ein „lautmalendes Schallwort“ (Helen Schüngel-Straumann) für den Sturmwind. Zum Beispiel für jenen Wind, der das Schilfmeer für den Auszug Israels aus Ägypten teilte (Ex 14,21). Oder für den „großen Wind“, die ruah elohim, die am Anfang über dem Chaos der Schöpfung schwebte und mit der die Erschaffung dieser Welt erst begann.
Mit ruah – im Hebräischen ein feminines Wort! – ist immer etwas Lebendiges gegenüber dem Toten, etwas Bewegendes gegenüber dem Erstarrten gemeint. Und weil man die Lebendigkeit des Lebens vor allem im Ein- und Ausatmen der Luft sah, galt die ruah auch als Lebensatem und Lebenskraft bei Menschen und Tieren.
Die ruah, der Geist Gottes, ist also nichts Übernatürliches, rein Spirituelles, sondern der Atem, die Lebenskraft, die Energie Gottes, die wir in allem, was lebt, erfahren können. Auch und gerade in uns selbst und in unseren Menschenbrüdern und -schwestern.

Dynamis heißt diese Kraft dann im Griechischen, in der Sprache des Neuen Testaments. Und dieses Wort kennt ihr. Es steckt im energieerzeugenden „Dynamo“, den ihr an eurem Fahrrad habt, oder im gefährlich explosiven „Dynamit“.
Sprengkraft hat der Geist Gottes. Da, wo bei uns alles gesetzt ist und verstaubt, wirbelt er uns durcheinander. Da, wo allzu klar ist, wie alles zu sein hat, mischt er uns auf. Da, wo Menschen am Ende sind, verleiht der Geist Gottes Bärenkräfte und macht uns zäh. Er lässt Menschen Grenzen überschreiten, unkonventionell und im wahrsten Sinne des Wortes „ver-rückt“ sein: herausgerückt aus ihren alltäglichen Bahnen – hineingerückt in den weiten Raum des anbrechenden Gottesreiches.
Da, wo der Geist Gottes wirkt, fliegt unsere kleine, langweilige, geordnete Welt auseinander und ein neues, wildes, ungezähmtes Leben bricht sich Bahn. Unverfügbar ist er, der Geist Gottes. Und sicher nicht zu zähmen.

Dieser Geist ist es, der dafür sorgt, dass in der 2000-jährigen Kirchengeschichte – unter allen Abwegen und Irrwegen und trotz schlimmster menschlicher Verirrungen und einschläfernder Sicherheit – die Glut der ersten Liebe nicht verloschen ist.
Da wirft Franziskus seinem Vater den ganzen ererbten Reichtum hin und geht in die Armut der Wildnis. Da verzichten Menschen auf alle Sicherheit, auf Karriere und Besitz, und leben als Gemeinschaft etwas völlig Neues. Da steht ein kleiner Mönch auf den Stufen der Schlosskirche zu Wittenberg, bloggt 95 Thesen gegen den Ablasshandel und verändert damit nicht nur die Kirche, sondern die ganze Welt.

Da entscheiden zwei Menschen, die sich einander entfremdet haben, aber sich immer noch lieben, in einer völlig verfahrenen Situation noch einmal neu miteinander anzufangen. Da umarmen Eltern ihre erwachsen werdenden oder erwachsen gewordenen Kinder und sagen: „Ich verstehe dich zwar nicht immer, aber ich habe dich lieb.“ Und ihre Kinder antworten: „Das ist doch mehr als genug!“ Da lässt eine Gemeinde alle Ängstlichkeit hinter sich und wagt einen verrückten Neuanfang. Da beginnen die Forschen, Mutigen und ewig Überlasteten ihren Führungsanspruch und ihre Macht zu teilen. Und die Ängstlichen, die Langsamen, Zurückhaltenden und Trägen springen über ihren Schatten, zeigen Initiative und arbeiten nach Kräften mit.

Der Geist Gottes, die ruah, die dynamis, der Atem des Lebens und die Sprengkraft Gottes, das ist die Kraft, die uns zuwächst, die Energie, die uns immer wieder neu aufbrechen lässt in Gottes Zukunft.

Bitten wir um diesen Geist. Für unsere Partnerschaften und Familien, für unsere Gesellschaft und unsere Kirche. Bitten wir Gott, dass er uns neu aufmischt, durcheinander wirbelt, Lebenskraft schenkt, begeistert. Damit wir aus festgefahrenen Situationen heraus- in Gottes ungeahnte Möglichkeiten hineinfinden können.

Komm, Heiliger Geist. Amen.

© Volkmar Hamp