Mein Glaube

Ich glaube an Gott, den Schöpfer und Erhalter dieser Welt.

Das heißt:
Ich vertraue darauf, dass diese Welt nicht durch Zufall entstanden ist und ohne Sinn existiert, sondern dem Wunsch und Willen Gottes entspringt, von ihm ins Sein gebracht worden ist, von ihm im Sein gehalten und von ihm vollendet werden wird.
Ich vertraue darauf, dass die Gesetze, die diese Welt ins Sein gebracht haben, im Sein halten und vollenden werden, dem Wunsch und Willen Gottes entsprechen.

Daraus folgt:
Alles, was das Sein der Welt sichert, ihr Weiterbestehen und ihre Vollendung fördert, entspricht dem Wunsch und Willen Gottes. Alles, was das Sein der Welt gefährdet, ihr Weiterbestehen und ihre Vollendung in Frage stellt, widerspricht dem Wunsch und Willen Gottes.

Meine Hoffnung ist:
Nichts kann und wird letzten Endes die Vollendung der Welt durch Gott, ihren Schöpfer und Erhalter, verhindern!


Ich glaube an Gott, den Erfinder und Liebhaber des Lebens.

Das heißt:
Ich vertraue darauf, dass die belebte Natur, deren Teil ich bin, die besondere Zuneigung und Fürsorge Gottes genießt. Alles, was lebt, hat Anteil an der Lebendigkeit, die von Gott kommt. Alles, was lebt, steht unter dem besonderen Schutz Gottes, der selbst das Leben in allem Lebendigen ist.

Daraus folgt:
Alles, was dem Leben dient und das Leben fördert, entspricht dem Wunsch und Willen Gottes. Alles, was Leben hindert oder zerstört, widerspricht dem Wunsch und Willen Gottes.

Meine Hoffnung ist:
Nichts kann und wird letzten Endes die Durchsetzung des Lebens durch Gott, den Erfinder und Liebhaber des Lebens, verhindern!


Ich glaube an Gott, den Befreier der Welt und des Menschen.

Das heißt:
Ich vertraue darauf, dass Gott nicht ein Gott der Unterdrückung und der Sklaverei, sondern ein Gott der Befreiung und des Lebens in Freiheit ist.

Daraus folgt:
Alles, was der Befreiung und einem Leben in Freiheit dient, entspricht dem Wunsch und Willen Gottes. Alles, was Befreiung und ein Leben in Freiheit hindert, widerspricht dem Wunsch und Willen Gottes. Befreite setzen andere in Freiheit!

Meine Hoffnung ist:
Nichts kann und wird letzten Endes die Durchsetzung der Freiheit und das Ende von Unterdrückung und Sklaverei verhindern können, weil Gott ein Gott der Freiheit ist.


Ich glaube an Jesus, den Christus, den „Menschensohn“, den Gott durch die Auferweckung von den Toten zum „Gottessohn“ gemacht hat. Ich glaube, dass ER das „Wort Gottes“ an uns Menschen ist.

Das heißt:
Ich vertraue darauf, dass Gott in seinem „Sohn“ Jesus Christus – in seinem Leben, in seinem Reden und Tun, in seinem Sterben und Auferstehen – in „end-gültiger“ Weise zu uns gesprochen und uns in ihm seinen Wunsch und Willen für unser Leben und für diese Welt kundgetan („geoffenbart“) hat.

Daraus folgt:
Wenn ich wissen will, wie Gott ist, muss ich auf Jesus Christus schauen! Wenn ich wissen will, was Gott will, muss ich auf Jesus Christus achten! Wenn ich dem Wunsch und Willen Gottes entsprechend leben und handeln will, muss ich fragen: „What would Jesus do?“
Antwort auf diese Frage gibt mir die Bibel. Sie ist nicht selbst „Gottes Wort“ – aber sie gibt Zeugnis von diesem „Wort“, das Gott in seinem Sohn Jesus Christus gesprochen hat.

Meine Hoffnung ist:
Die Bibel – als „Ur-Kunde“ unseres Glaubens – macht hinreichend deutlich und verständlich, wer Jesus Christus für uns ist und was Gott sich für uns wünscht und von uns erwartet.


Ich glaube an den „Heiligen Geist“, an die Kraft Gottes, die in dieser Welt wirkt. Ich glaube, dass diese Kraft die Kraft der Liebe ist.

Das heißt:
Ich vertraue darauf, dass Gott ein Gott der Liebe und durch die Liebe in dieser Welt gegenwärtig ist.

Daraus folgt:
Wo Gott ist, da ist Liebe. Wo Liebe ist, da ist Gott. Die ganze Ethik lässt sich darum in einem einzigen Satz zusammenfassen: „Liebe – und dann tu, was du willst!“ (Augustinus)

Meine Hoffnung ist:
Diese Welt und nichts, was auf ihr lebt, kann aus der Liebe Gottes herausfallen! So wie er die Welt am Anfang ins Sein gebracht hat und gegenwärtig im Sein hält, so wird er sie am Ende in Liebe vollenden – und mit ihr auch mich und alles, was lebt.


(c) Volkmar Hamp