175 Jahre Baptismus in Deutschland
Ein geschichtlicher Überblick


Baptismus – was ist das eigentlich?

Beginnen wir mit dem Wort „Baptismus“: Es leitet sich ab vom griechischen baptizein = „untertauchen“ – im übertragenen Sinn auch „taufen“. Im Englischen finden sich die Begriffe „to baptize = taufen“, „baptism = Baptismus“, „Baptist = Täufer“. Und weil der Baptismus in Deutschland ein „Import“ aus Großbritannien ist, haben sich auch hier die Begriffe „Baptist“ und „Baptismus“ eingebürgert.
Wie bei vielen christlichen Glaubensgemeinschaften ist damit auch bei den Baptisten ein ehemaliger Spottname zur Konfessionsbezeichnung geworden.




Die Geschichte des Baptismus

In aller Kürze die Geschichte des Baptismus darzustellen, ist gar nicht so einfach. Günter Balders brauchte für seine „Kurze Geschichte der deutschen Baptisten“ in der Festschrift zum 150jährigen Geburtstag des Baptismus in Deutschland immerhin 150 Seiten! So viel Platz haben wir im „Jungscharhelfer“ nicht. Darum an dieser Stelle nur die wichtigsten „Eckdaten“ – und für alle, die mehr lesen wollen, einige Literaturhinweise (s.u.).




Die Anfänge des Baptismus in Europa und Amerika

Die Täufer der Reformationszeit gehören zur Vorgeschichte der freikirchlichen Bewegung, doch nur die älteste evangelische Freikirche, die Mennoniten, haben hier ihren direkten Ursprung. Der Baptismus entwickelte sich erst einige Jahrzehnte später in England.
Hier war es 1529 unter Heinrich VIII. zur Ablösung von der römisch-katholischen Kirche und zur Gründung der anglikanischen Kirche gekommen. In ihr versuchten die von dem Schweizer Reformator Johannes Calvin geprägten „Puritaner“, alle noch aus katholischer Zeit stammenden und in der Bibel nicht begründeten Lehren und Zeremonien abzuschaffen.
Einige von ihnen, die mit der herrschenden Kirchenordnung nicht mehr „konform“ gehen konnten, spalteten sich als sog. „Nonkonformisten“ von der Staatskirche ab mit dem Ziel, in unabhängigen Versammlungen die „Gemeinde der Heiligen“ zu verwirklichen. Diese „independentistischen“ Puritaner wurden hart verfolgt, so dass ihnen als Rettung oft nur die Flucht nach Holland blieb.
Einer dieser Flüchtlinge war der ehemalige anglikanische Priester John Smyth. Wegen geringfügiger Lehrunterschiede schlossen er und seine Freunde sich in Amsterdam nicht der dortigen Mennonitengemeinde (den „Waterländer Taufgesinnten“) an, sondern gründeten 1609 eine eigene „taufgesinnte Gemeinde“ – die erste Baptistengemeinde der Welt!
Dem größten Teil der Gemeinde – Smyth selbst und 32 weiteren Gemeindemitgliedern – kamen wenig später Zweifel an dieser Entscheidung und sie bewarben sich doch noch um Aufnahme bei den Waterländern.
Damit hätte die Geschichte des Baptismus gleich nachdem sie begonnen hatte auch schon wieder enden können! Doch 9 Mitglieder der Gemeinde, unter ihnen Smyths engster Freund, der Jurist Thomas Helwys, lehnten diesen Zusammenschluss entschieden ab. Sie kehrten 1611 nach England zurück und gründeten ein Jahr später in Spitalfields bei London die erste Baptistengemeinde auf englischem Boden.
Thomas Helwys, der sich öffentlich für Religions- und Gewissensfreiheit einsetzte, wurde wenige Monate später verhaftet und starb nach vierjähriger Kerkerhaft 1616 im Gefängnis. Mutig waren sie, diese ersten baptistischen Rückwanderer – und wurden so zur Keimzelle einer der größten evangelischen Freikirchen mit weltweit fast 50 Millionen Mitgliedern!
Ein Grund hierfür ist sicher, dass – neben dem Vereinigten Königreich – schon bald auch die Vereinigten Staaten von Amerika zu einem wichtigen Stützpunkt der baptistischen Bewegung wurden. Wie viele andere Anhänger reformatorisch geprägter Glaubensrichtungen beschlossen auch viele Puritaner, in das Gebiet der späteren USA auszuwandern. Dort gründeten sie 1639 in Rhode Island unter der Leitung von Roger Williams eine erste Baptistengemeinde auf amerikanischem Boden.
Vor allem ab dem 18. Jahrhundert erlebten die amerikanischen Gemeinden des Nordens einen großen Aufschwung – unter anderem wegen ihrer kompromisslosen Haltung gegenüber dem Sklavenhandel. Die Baptisten des Südens sahen das anders. Obwohl sowohl die Schwarzen als auch die Weißen ganz überwiegend Baptisten waren, waren die amerikanischen Kirchen bis in die 1960er-Jahre fast durchweg rassisch getrennt – teilweise sind sie es noch heute!
1792 fand die baptistische Bewegung durch eine englische Missionsgesellschaft ihren Weg nach Asien und Afrika, wo das Engagement baptistischer Missionare innerhalb der britischen Kolonien 1838 zur Abschaffung der Sklaverei führte. Und im 19. Jahrhundert kehrte der Baptismus dann auch wieder nach Kontinentaleuropa zurück und zwar nach – Deutschland.




Johann Gerhard Oncken (1800-1884)

Zum „Vater“ des deutschen (und damit des kontinentaleuropäischen) Baptismus wurde Johann Gerhard Oncken (1800-1884).
1800 in ärmlichen Verhältnissen im norddeutschen Varel geboren, verließ er schon als 14jähriger seine Heimat als Gehilfe eines schottischen Kaufmanns und lebte danach einige Jahre in Schottland und England. Dort lernte er Christen kennen, deren Frömmigkeit sich deutlich von der damals in Deutschland noch vorherrschenden rationalistischen Frömmigkeit unterschied.
Nachdem er sich in einer Londoner Methodistengemeinde bekehrt hatte, kehrte Oncken 1823 als „Agent“ einer überkonfessionellen Bibelgesellschaft nach Deutschland zurück und begann, von Hamburg aus zu missionieren. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Bibel- und Schriftenverbreitung sowie die freie Verkündigung des Evangeliums – Aktivitäten, die im damals staatskirchlichen Kontext vielfach als illegal angesehen und stark behindert wurden.
Trotzdem gründete Oncken 1825 zusammen mit dem lutherischen Pastor Johann Wilhelm Rautenberg (1791-1865) in der Hamburger Vorstadt St. Georg die erste Sonntagsschule in Deutschland: Er sah das Elend der Arbeiterkinder dort und handelte, indem er den Anstoß zur Gründung dieser Sonntagsschule nach englischem Vorbild gab! Kein Geringerer als Johann Hinrich Wichern (1808-1881) arbeitete (seit 1832) hier als „Oberlehrer“ und empfing durch seine Mitarbeit im angeschlossenen „Besuchsverein“ entscheidende Impulse, die später zur Gründung des Rauhen Hauses und der Inneren Mission und damit zur Keimzelle der heutigen Diakonie der Evangelischen Kirche führten.
In Onckens Erweckungsversammlungen bekehrten sich viele Menschen. Wo konnten sie eine geistliche Heimat finden? In einer biblisch begründeten Gemeinde! Doch wie sieht eine solche Gemeinde aus? Diese Frage beschäftigte Oncken mehr und mehr. Die Antwort, die er zusammen mit einigen Freunden beim Studium des Neuen Testamentes fand, lautete: „Dass die Gemeinde Christi nur aus bekehrten Menschen bestehen müsse, die auf das Bekenntnis ihres Glaubens und seinen Tod getauft worden“ (zitiert nach Balders, Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, S. 20).
So nutzen er und sechs weitere Personen am 22.4.1834 die Gelegenheit, sich von dem amerikanischen Theologieprofessor Barnas Sears taufen zu lassen, der sich zu diesem Zeitpunkt studienhalber in Deutschland aufhielt. Einen Tag später, am 23.4.1834 gründeten sie in Hamburg die erste Baptistengemeinde in Deutschland.
Das Werk wuchs schnell! Trotz fehlender Religionsfreiheit und jahrzehntelanger Diskriminierung und Unterdrückung breiteten sich die Baptistengemeinden aus – nicht nur im politisch noch stark zersplitterten Deutschland, sondern auch in vielen Nachbarländern. Bis zum Revolutionsjahr 1848 gab es 25 Gemeinden in Deutschland und 5 in Dänemark. Aber auch die ersten Anstöße zur Bildung von Baptistengemeinden in Holland und Schweden fallen in diese Zeit.
Die ideelle und finanzielle Unterstützung aus Amerika und England spielte hier eine wichtige Rolle. Entscheidend aber war Onckens missionarisches Verständnis vom Priestertum aller Gläubigen („Jeder Baptist ein Missionar!“). Die vielen reisenden Handwerker unter den Neubekehrten verstanden sich so selbst als „Missionare“ und trugen viel zur Ausbreitung der Baptistengemeinden in diesen Anfangsjahren bei.
So zählte der 1849 gegründete Bund der Baptistengemeinden als Oncken 1884 starb 30.000 Mitglieder in 165 Gemeinden und mehr als einem Dutzend europäischer Länder.
Neben Oncken haben vor allem der Berliner Gottfried Wilhelm Lehmann (1799-1882) und Julius Köbner (1806-1884) den kontinentaleuropäischen Baptismus geprägt: Lehman gilt als Vater des Baptismus in Preußen, der Judenchrist Köbner wirkte viele Jahre im Rheinland und in Kopenhagen und trat im Revolutionsjahr 1848 mit einem „Manifest des freien Urchristentums an das deutsche Volk“ energisch für die Religionsfreiheit aller Menschen ein.




Die Zeit nach Oncken

Eine besondere Bedeutung für die weitere Ausbreitung der Baptistengemeinden in Deutschland hatten die zahlreichen Sonntagsschulen für Kinder, aus denen sich häufig „Stationen“ bereits etablierter Gemeinden entwickelten, die nach und nach in die Eigenständigkeit entlassen werden konnten. Hinzu kamen gegen Ende des 19. Jahrhunderts unter amerikanischem Einfluss eingeführte „Evangelisationswochen“ durch dazu besonders begabte Gastevangelisten. Unterstützt wurde die Arbeit der Gemeinden auch durch den seit 1878 als Bundeswerk geführten Oncken Verlag und dadurch, dass die Ausbildung der Pastoren ab 1880 in einem eigenen Predigerseminar in Hamburg stattfand.
Der Baptismus begann sich zu etablieren. Der soziale Status der Gemeinden stieg ebenso wie das Bildungsniveau unter den Mitgliedern. Der Baptismus wurde „bürgerlich“. So kam es, dass auch die meisten Baptisten zu Beginn des Ersten Weltkriegs ganz im Einklang mit der herrschenden protestantischen Kriegstheologie der Überzeugung waren, dass „Gott mit uns“, das heißt mit Deutschland sei und nicht mit den Feinden. Dem Kaiser war zu geben, was des Kaisers ist (Mt 22,21) – und dazu gehörten auch der pflichtgemäße Gehorsam und jedes verlangte Opfer. Die „deutschen Baptisten“ erwiesen sich „als eine gut deutsche Christengemeinschaft“ (G. Gieselbusch, 1915, zitiert nach Balders, Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, S. 75).
Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches beeilte man sich dann aber doch hervorzuheben, dass „der Bund deutscher Baptistengemeinden eine absolut unpolitische Körperschaft“ sei und entdeckte schnell die Vorteile der Weimarer Republik für sich: Religions-, Rede- und Pressefreiheit – und vielleicht sogar die lang erhoffte Trennung von Kirche und Staat. So weit kam es dann doch nicht. Auf eine rechtliche Gleichstellung mit den anderen Konfessionen wartete man noch bis 1930. Und trotz neuer Möglichkeiten in der Gemeindearbeit, zum Beispiel auch mit einer eigenen Jungschararbeit, und der Evangelisation (Zeltmission!) gab es nach wie vor in Gesellschaft und Kirche viele Vorbehalte gegenüber den Baptisten.
Dann kam das Dritte Reich. Irgendwo in der Mitte zwischen Deutschen Christen und Bekennender Kirche steuerte der Baptismus einen Kurs der Anpassung. „Man konzentrierte sich auf die Missions- und Gemeindearbeit mit der Illusion, der Ideologie des Nationalsozialismus keinen Raum zu geben und sich dennoch dem NS-Staat gegenüber loyal verhalten zu können“ (Strübind, Die unfreie Freikirche, 313).
1934 fand aus Anlass der Hundertjahrfeier des deutschen Baptismus der Weltkongress der Baptisten in Berlin statt. Für die Baptisten Deutschlands war dies ein großartiges Ereignis – vom NS-Staat wurde es jedoch als Beweis „der religiösen Duldsamkeit der deutschen Nation“ gegen die hart bedrängte Deutsche Evangelische Kirche instrumentalisiert.
„Äußerer Druck und innere Motive“ führten in den Jahren 1937-1942 zu unterschiedlichen Zusammenschlüssen freikirchlicher Gruppierungen: Die verbotene Christliche Versammlung (Brüdergemeinden) konstituierte sich 1937 neu als Bund freikirchlicher Christen (BfC), der Bund der Baptistengemeinden nahm 1938 die Elim-Gemeinden in seine Reihen auf, und beide Bünde schlossen sich 1941 zum noch heute bestehenden Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) zusammen. „Wenn die Wölfe um die Herde kreisen, rücken die Schafe enger zueinander.“ (Hany Luckey, zitiert nach Balders, Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 107) Der gemeinsame Bund umfasste 1941 in 690 Gemeinden 120.000 Mitglieder, davon schätzungsweise 40.000 aus dem BfC.
Auch wenn sich schon kurz nach dem Krieg viele zur Mitverantwortung – und damit Mitschuld – bekannten, die der Nationalsozialismus über Europa und die ganze Welt gebracht hatte, dauerte es doch fast 50 Jahre, bis der deutsche Bund auf dem Kongress der Europäischen Baptistischen Föderation 1984 in Hamburg ein eigenes „offizielles Schuldbekenntnis“ abgab: „Wir haben uns nicht öffentlich mit dem Kampf und Leiden der Bekennenden Kirche verbunden und ebenso versäumt, eindeutig den Verletzungen göttlicher Gebote und Ordnungen zu widerstehen. Es beugt uns, dass wir als deutscher Bund der ideologischen Verführung jener Zeit oft erlegen sind und nicht größeren Mut zum Bekenntnis für Wahrheit und Gerechtigkeit bewiesen haben.“
Nach dem Krieg erlebte die Gemeindearbeit im Westen Deutschlands – großzügig unterstützt durch Baptisten aus aller Welt – einen guten Neuanfang. Anders im Osten: Hier fanden sich die Gemeinden infolge der politischen Teilung Deutschlands erneut in einer Diktatur vor, der kommunistischen, und standen eine Generation lang unter erheblichem politisch-ideologischem Druck.
Freilich blieb auch im Westen die „Stunde des Freikirchentums“, die viele in den 50er Jahren erwartet hatten, aus: Tauf- und Mitgliederzahlen gingen zurück und auch die Intensität des Gemeindelebens nahm ab. Mit evangelistischen Kampagnen – z.B. im 1959 vom Baptistischen Weltbund ausgerufenen „Jahr der Evangelisation“ – versuchte man, dem entgegenzusteuern – mit eher mäßigem Erfolg. Auch der in den 60er Jahren stattfindende Generationswechsel führte nicht zu äußerem Wachstum: Betrachtet man nur die Zahlen in Westdeutschland, so standen 67.614 Mitgliedern im Jahre 1950 67.166 Mitglieder im Jahre 1969 gegenüber.
Die neue Herausforderung, vor der die Gemeinden damals standen, war, das (Gemeinde-)Leben in einer pluralistisch gewordenen Gesellschaft (neu) zu gestalten: eine neue Verfassung (1974), ein neues Glaubensbekenntnis („Rechenschaft vom Glauben“, 1977), das neue Bundesmissionshaus in Bad Homburg (1977), ein neues Liederbuch (1978), das außenmissionarische Engagement in der Europäischen Baptistischen Mission (EBM) und im Gemeindejugendwerk (AK Maroua), überhaupt die Kinder- und Jugendarbeit sowie viele heimatmissionarische Aktivitäten, die Gemeindebibelschule (GBS) und die Ruferarbeit setzten in den 70er und 80er Jahren neue Akzente.
Die von manchen erwartete oder ersehnte „Erweckung“ blieb zwar aus, doch immerhin konnte Günter Balders in seiner kurzen Geschichte des deutschen Baptismus 1984 „mit Dankbarkeit gegen Gott“ festhalten, „dass sich seit zehn Jahren die Tauf- und Mitgliederzahl konsolidiert hat“ (Balders, Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 166).
Dem Fall der Mauer am 9. November 1989 und der (Wieder-)Vereinigung der beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 folgte auch die (Wieder-)Vereinigung der beiden Evangelisch-Freikirchlichen Bünde in West- und Ostdeutschland. 1997 wurden im neu gegründeten „Bildungszentrum Elstal“ einige wesentliche Aktivitäten des Bundes gebündelt: Das Theologische Seminar, das Jugendseminar und die Bundesgeschäftsstelle des Gemeindejugendwerks zogen um, das Seminar für Gemeindearbeit und ein Institut für Seelsorge und Psychologie kamen hinzu. Seit 2003 sind auch die Dienstbereiche Mission und Ordinierte Mitarbeiter und die Geschäftsführung des Bundes hier angesiedelt.




Das „Leitbild“ des Bundes

beschreibt die gegenwärtige Ausrichtung des BEFG heute so:

1. Wir sind Christen: Wir glauben an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, wie er uns im Alten und Neuen Testament bezeugt wird.
2. Wir sind evangelisch: Mit den Kirchen der Reformation bekennen wir Jesus Christus als den Herrn und Retter der Welt, der uns allein aus Gnade und allein durch den Glauben vor Gott gerecht gemacht hat. Die Bibel ist Maßstab für unsere Lehre und unser Leben.
3. Wir sind Gemeinden gläubig getaufter Christen: Wir taufen Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Glaubensentscheidung die Taufe erbitten und Mitglied einer Gemeinde werden wollen.
4. Wir sind eine Freikirche: Seit unserer Entstehung treten wir für Religions- und Gewissensfreiheit ein und befürworten die Trennung von Kirche und Staat. Unsere Haushalte bestreiten wir aus freiwilligen Beiträgen unserer Mitglieder.
5. Wir sind ein Gemeindebund: Unsere Ortsgemeinden wissen sich von Gott in regionale Verbände und zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zusammengeführt. Obwohl sie selbständig sind, wollen sie nicht unabhängig voneinander sein.

(Aus: Leitbild für Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden)



Die Mitgliederzahlen

Mitglieder: 84.098
davon in Brüdergemeinden: 9.113

Gemeinden: 836
davon Brüdergemeinden: 132

Taufen 2007: 1.992
davon 240 in Brüdergemeinden.

Durchschnittlicher Gottesdienstbesuch: 73.095 Besucher
davon in Brüdergemeinden: 9.524


Europäische Baptistische Föderation (EBF): 793.000 Mitglieder in 51 Bünden

Baptist World Alliance (BWA): 37 Millionen Mitglieder in 210 Bünden

(Stand 12/2007)



Literatur

  • Franc Fornaçon, Offene Türen (Vorstellungsbuch des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden). Kassel 2004.
  • Günter Balders (Hrsg.), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984, 3. Aufl. Wuppertal und Kassel 1989 (dort weitere Literatur!).
  • Günter Balders (Hrsg.), Festschrift Hundert Jahre Theologisches Seminar des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden 1880-1980, Wuppertal und Kassel 1980.
  • Günter Balders, Theurer Bruder Oncken. Das Leben Johann Gerhard Onckens in Bildern und Dokumenten, 2. Aufl. Wuppertal und Kassel 1984.
  • Kerstin Geiger, Kleine Konfessionskunde (Teil 1). In: Jungscharhelfer 1/2006, Seite 28-30.
  • Volkmar Hamp / Brigitte Brandt, Die Arbeit mit Kindern im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland. In: Handbuch Arbeit mit Kindern. Evangelische Perspektiven. Gütersloher Verlagshaus Gütersloh 2007, Seite 462-469.
  • Hans Luckey, Johann Gerhard Oncken und die Anfänge des deutschen Baptismus, 3. Aufl. Kassel 1958.
  • Hans Luckey, Gottfried Wilhelm Lehmann und die Entstehung einer deutschen Freikirche, Kassel 1939.
  • Ulrich Marks, Deutsche Baptisten zwischen Kreuz und Hakenkreuz. Mit einem Vorwort von Wolfgang Müller (Edition Initiative Schalom Band 1), Kassel 1989.
  • Corinna Mörchel, Gemeindeleben zwischen Glaube und Diktatur. Baptisten im Dritten Reich. In: Mit Kopf, Herz und Hand. 100 fertige Stundenentwürfe für den Gemeindeunterricht. Oncken Verlag Kassel 1999, B5-Seite 13-16.
  • G. Keith Parker, Baptists in Europe. History and Confessions of Faith, Nashville 1982
  • Andrea Strübind, Die unfreie Freikirche. Der Bund der Baptistengemeinden im „Dritten Reich“, Neukirchen 1991.
  • Thomas Seibert, Wie wir wurden, was wir sind. Entstehung des Baptismus in Deutschland. In: Mit Kopf, Herz und Hand. 100 fertige Stundenentwürfe für den Gemeindeunterricht. Oncken Verlag Kassel 1999, B5-Seite 7-10.
  • Willam L. Wagner, New Move Forward in Europe. Growth Patterns of German Speaking Baptists in Europe, South Pasadena 1978


(c) Volkmar Hamp

Aus: Jungscharhelfer 01/2009, S. 24-30